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Das Wichtige liegt dazwischen … | ![]() |
Liebe Leserin, lieber Leser! Warum werden Hunde von den einen geliebt und von den anderen abgelehnt oder gar gehasst? In Zeiten, wo – wie die Psychotherapeutin Béatrice Werlen in ihrem Artikel in dieser Ausgabe (S. 18) schreibt – Lebensabschnittspartner eine dauernde Bindung ersetzen, werden Hunde zum letzten Kontinuum einer Beziehung. Und dort, wo äußerliche Bedrohungen wie Terror und Katastrophen hilflos machen, sehen manche Menschen in Hundehaltern und deren Hunden eine Möglichkeit, wenigstens noch einen letzten Rest von Kontrolle und Macht auszuüben, indem sie sie anzeigen und sie denunziieren. All das begünstigt und gefördert durch die zunehmend lebensfeindlicher werdenden Hundeverordnungen. Dass in Wahrheit der positive Beitrag der Hundehaltung, der Mensch-Hund-Beziehung – sowohl für den Einzelnen wie auch für die Gesellschaft als Ganzes – die potenziellen Gefahren bei Weitem überwiegt, wird gerne übersehen oder verschwiegen. Und wieder einmal zeigt eine kürzlich vorgestellte wissenschaftliche Studie, dass Hunde messbar positive Auswirkungen auf den Menschen haben. Dazu kurz ein paar Gedanken schon jetzt – die Studie selbst wird in der nächsten WUFF-Ausgabe vorgestellt. Das Interessante dieser Studie nämlich ist die neuerliche Bestätigung, dass die positive Wirkung des Hundes auf Menschen nicht einfach an das bloße Vorhandensein eines Hundes gebunden ist. Vielmehr ist sie nur dann nachweisbar, wenn sich der Mensch auf den Hund einlässt. D.h. es ist die Beziehung zwischen Mensch und Hund das Entscheidende. Und seien wir ehrlich, ist nicht genau das auch das Wichtigste im Leben, nämlich, was sich zwischen den Menschen abspielt? Wie man aufeinander zugeht, wie man sich verhält, ob und wie man sich mag? Das Wichtige spielt sich „dazwischen" ab, in den menschlichen Beziehungen, und das wurde durch die erwähnte Studie auch in Bezug auf die Mensch-Hund-Beziehung nachgewiesen. Es genügt also nicht, sich einfach einen Hund zuzulegen, um dann schon die positiven Auswirkungen genießen zu können … Nein, man muss sich dazu auf Hunde einlassen, eine soziale Beziehung zu ihnen eingehen. Andernfalls wären sie reine Dekoration oder modische Accessoires, wofür sie ja leider tatsächlich nicht selten missbraucht werden. Und nicht selten werden sie auch in dieser Absicht und mit dieser Geisteshaltung gezüchtet. Denn wenn man sieht, auf welche Weise manche Hundezüchter – auch wenn sie sich mit dem Logo eines seriösen Dachverbandes schmücken – Hunde vermehren und wie sie diese aufziehen und halten, dann kann einem schlecht werden. Der Hund wird von solchen „Züchtern" als Ware missbraucht, sie selbst sind „Produzenten" dieser Ware. Ich kann Ihnen versprechen, dass wir in diesem Jahr dieses Thema zu einem unserer Schwerpunkte machen werden. Ziel dieses Schwerpunktes wird es sein, die Praktiken dieser Vermehrer aufzudecken und dafür den wirklich seriösen Züchtern den Rücken zu stärken. Wir wollen damit das von solchen Hundevermehrern produzierte Leid von Hunden und deren späteren Haltern vermindern. Das ist übrigens auch eines der Anliegen der Gemeinschaft des Österreichischen Hundehalterverbandes (ÖHV), dem beizutreten ich Ihnen ans Herz legen möchte (s. Seite 12), wobei Sie auch zahlreiche Leistungen in Anspruch nehmen und Vorteile genießen können. Und auch WUFF bleibt für Sie am Ball; viel Freude mit dem neuen WUFF! |