William Secord ist der Präsident der gleichnamigen Galerie in New York, spezialisiert auf Tierbilder und Werke aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Das Buch Dog Painting stellt einen historischen Überblick über die Hunde-Malerei in Europa dar. Obwohl Dog Painting in Englisch erschienen ist, ist es für Jedermann verständlich, denn es beeindruckt durch seine über hundert Abbildungen.
Ach - Wie ist das Hundeleben schön Auf Seite 42 finde ich das Bild einer kleinen Hundeausstellung aus dem Jahre 1855. Feine Herren mit Zylinderhut sitzen an aufgereihten Tischen vor dem offenen Kamin und begutachten ihre mitgebrachten Hunde. Ob sich diese Herren wohl die Problematik der Rassehundezucht im 21. Jahrhundert träumen haben lassen? Für Hundefreunde, die einen Blick für das Schöne und Wertvolle haben, ist Dog Painting ein Pflichtwerk. Warum sind die Hunde in diesem Buch so schön, frage ich mich und blättere weiter. Kraftstrotzende und lebendig wirkende Hunde prangen von den Bildern, als ob sie mir sagen wollten „Ach - wie ist das Leben schön". Bilder müssen bekannterweise ja nicht die Realität wiederspiegeln, sondern sollen einfach gefallen, oder eine Stimmung wiedergeben.
Back to the roots Ich lege dieses Buch auch jedem Formwertrichter ans Herz und hoffe, dass mancher über seine vollbrachten Daten beschämt sein wird ... Zurück zu den Wurzeln - es ist (noch) nicht zu spät, aber es ist fünf Minuten vor zwölf! Der Übertypisierung muß Einhalt geboten werden und dieses Buch ist der Beweis, dass die heutige Rassehundezucht in eine vollkommen falsche Richtung geht. Beim genauen Studium von 400 Seiten Dog Painting verfalle ich in Gedanken und will es nicht verstehen, warum wir bei solch großen wissenschaftlichem und wirtschaftlichem Fortschritt einen derart fatalen Rückschritt in der Hundezucht gemacht haben.
| >>> WUFF - INFORMATION | | • 400 Seiten, über 500 Abbildungen • Preis: öS 784,-/DM 112,-/€ 57,- • Verlag: Antique Collector’s Club Vertrieb: Kynos Verlag, Mürlenbach
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