Der Hund: Objekt der Liebe und des Hasses

Hunde sind mit Sicherheit die loyalsten Partner des Menschen.
Doch so viele Menschen auch Hunde lieben, so gibt es viele, die sie ablehnen oder gar hassen. Dr. Béatrice Werlen, eine Psychotherapeutin aus der Schweiz, über Hunde als Objekt der Liebe und des Hasses.

„Hunde sabbern, stinken, scheißen überall hin – und sie sind doof genug, dass sie 100 Mal demselben Stück Holz sinnlos hinterherrennen. Eigentlich sind Hunde überflüssig und sollten ausgemerzt werden“. Im vergangenen Frühling waren diese hier zitierten Aussagen in der Schülerzeitung eines Schweizer Gymnasiums zu lesen. Die Reaktionen darauf waren harsch. Der Rektor der besagten Schule sah sich zu beruhigenden Worten und einer Entschuldigung befleißigt; der ­Schüler sei „im Sinne der journalistischen Freiheit und des jugendlichen Aus­probierens wohl ein wenig über das Ziel hinausgeschossen.“

Auch wenn das oben genannte ­Beispiel eher von der Gnade jugendlicher Unkenntnis und Intoleranz beseelt ist, bleibt die Tatsache, dass kaum ein anderes Verhältnis zu einem Haustier ähnlich ambivalent ist wie das zwischen Hund und Mensch. Derzeit haben sich die Lager noch mehr gespalten; einerseits ist die Rede von den Kampfhunde-Attacken, der Verschmutzung der Umwelt durch Hundekot und von Hunden als Kinder-Ersatz der Egoistengeneration der „Dinks“ (Double income no kids). Andererseits geht vielen Menschen ihr geliebtes Tier über alles, und es werden keinerlei Kosten...

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Autor dieses Artikels:

Dr. Béatrice Werlen

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