Der Weiße Schweizer Schäferhund
Ist uns im Weißen Schweizer Schäferhund vielleicht ein sehr ursprünglicher Schäferhund erhalten geblieben? Eigentlich unbeabsichtigt, zufällig, nur durch die Disqualifikation der Fellfarbe? Lassen Sie sich von Liane Rauch in ihrem Rasseporträt des Weißen Schäferhundes auf eine Reise, über Höhen und Tiefen, in die Historie einer faszinierenden Hunderasse entführen, deren Vergangenheit spannender ist als die so manch anderer.
Beschäftigt man sich intensiv mit der Historie des Weißen Schäferhundes, kommt man am „klassischen“ Deutschen Schäferhund nicht vorbei. Vergleicht man das heutige Exterieur dieser Hunde mit dem ursprünglich von Max v. Stephanitz favorisierten Deutschen Schäferhund, wird man eine große Ähnlichkeit in Körperbau und Haltung feststellen. Und spinnt man den Gedanken noch etwas weiter, stellt sich die Frage: Ist uns im Weißen Schweizer Schäferhund ein sehr ursprünglicher Schäferhund erhalten geblieben? Eigentlich unbeabsichtigt, zufällig, nur durch die Disqualifikation der Fellfarbe?
Schäferhunde im Wandel der Zeit
Der römische Schriftsteller Columella verlangte um 40 n. Chr. „vom Hirten- und Schäferhund, dass er weiß sei, damit der Hirte den Hund in der Dämmerung nicht mit dem Wolfe verwechsle, der in die Herde eingefallen ist“. Conrad Gesner (1516-1565, ein Schweizer Gelehrter) forderte weiße Schäferhunde „dass sich das Schaf besser an den Hund gewöhne.“ Die weiße Fellfarbe war also...
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