Die Hoffnung stirbt zuletzt: Molekulargenetik als Chance für die Zucht

Neue Wege in der Hundezucht: Nicht mehr Championtitel, sondern möglichst optimale genetische Konstellationen bestimmen die Auswahl der Zuchtpartner. Die Wissenschaft arbeitet hart daran, Anlageträger für bestimmte genetische Krankheiten zu identifizieren. Ein wissenschaftlicher Förderverein stellt das Bindeglied zwischen Wissenschaft einerseits und Züchtern und Hundehaltern andererseits dar.

Nie zuvor in der Geschichte der Rassehundezucht scheint es eine so große Anzahl genetisch bedingter Erkrankungen gegeben zu haben wie heute. Ein Umstand, der sicherlich zu einem kleinen Teil der verbesserten Diagnostik in der Veterinärmedizin zuzuschreiben ist, der aber in viel größerem Ausmaß auch und vor allem die Quittung für Fehlentwicklungen in der Rassehundezucht der letzten Jahrzehnte darstellt, sei es ein beständiges Ansteigen des Inzuchtniveaus, sei es das viel diskutierte „Popular-Sires-Syndrom“ (Anm.: Anstieg des Inzuchtniveaus und Verlust an genetischer Vielfalt durch häufige Verwendung weniger – prämierter – Deckrüden) oder die primäre Zuchtorientierung an Ausstellungserfolgen.

 Genforschung: Das Glück im Unglück?
Immer wieder weisen Mediziner und Genetiker auf die brisante Situation hin, und angesichts mancher Probleme scheinen Zweifel durchaus berechtigt, dass ein Umdenken in diesen Kategorien alleine schon ausreicht, die Situation zu verbessern. So mag es denn schon beinahe ein Glück im Unglück sein, dass die Probleme der...

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Autor dieses Artikels:

Mag. Kerstin Piribauer

Mag. Kerstin Piribauer teilt ihr Leben seit 1989 mit Boxern und züchtete diese Rasse von 2004 bis 2011 unter dem FCI-Zwingernamen "del Regno della Roccia". Heute setzt sie sich verbandsunabhängig für eine Zuchtethik ein, die der Gesundheit des Hundes kompromisslos oberste Priorität einräumt, und engagiert sich insbesondere für die Krebsforschung für das Tier.

www.4-pfoten-lebensrecht.at

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