Hier schreibt der Meier! Über Freiheit und Regeln in der Hundeausbildung

Hallo zusammen! Ich wundere mich sehr, mit welcher Vehemenz, Pauschalität und leider oft auch Unsachlichkeit die Diskussion über die Erziehung und Ausbildung meiner Artgenossen geführt wird. Hier nun mein Beitrag zur WUFF-Diskussion.

Jeder Hund ist schließlich anders, wie will man da pauschal über „die richtige Methode" ­sprechen?! Da ist zum Beispiel mein Kumpel Piccolo, der Canis etepetetus. Ein kleines Hundchen mit einem unglaublichen will-to-please und einem zarten Seelchen, der schon bei einem etwas lauteren Wort am liebsten die Köfferchen packen und abwandern würde („zu viel Stress, ich kann so nicht arbeiten!"), und der dafür lebt, es Frauchen und am liebsten der ganzen Welt recht zu machen.

Auf der anderen Seite meine Wenigkeit, ein prächtiger 3-jähriger Beaglerüde (entschuldigen Sie bitte mein Eigenlob, aber man muss die Dinge schließlich beim Namen nennen), der mit allen vier Pfoten fest im Leben steht und genau weiß, was er will. Dazu muss man wissen, dass meinesgleichen seit Jahrhunderten drauf selektiert wurde, eine gewisse Beharrlichkeit an den Tag zu legen und extrem eigenständig zu sein. Man stelle sich mal vor, wir Meutehunde würden auf der Schleppjagd nach fünf Minuten sagen: „Keinen Bock mehr, ich gehe nach Hause", oder „Herrchen, wo ist die Fährte? Ist das auch die richtige?". Also sind wir...

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