Jagdexperte aus Teneriffa

Kommandos? Nie davon gehört. Leinenführigkeit? Was ist das? Von Teneriffa aufs heimische Sofa erobert sich Bardino-Mischling Amor das Herz (und die Wohnung) seiner Familie. Doch der Hund machte es seinem Frauchen wirklich nicht leicht. Wie er ihren Alltag umkrempelt, zeigt dieser Bericht.

Groß und kräftig sollte er sein. Ein richtiger Hund eben. Das war die einzige Bedingung, die mein Mann stellte. Als wir Amor kennen lernten, hatte er die Hitze seines Heimatlandes hinter sich gelassen. Einige Monate zuvor fanden Tierschützer ihn auf einer der staubigen Straßen Teneriffas und brachten ihn nach Deutschland. Vermutlich ­hätten uns Sätze, wie „Er hat Jagdtrieb" und „Er ist sehr selbständig" ­abhalten ­sollen, ihn aufzunehmen. Zudem sah er mit seinem beige-schwarz gestromten Fell und der schwarzen Maske aus wie eine unterernährte Hyäne. Doch seine bernsteinfarbenen Augen ließen keine Zweifel zu. Wir nahmen ihn mit.

Sprudelnder Charme
Als erstes überrumpelte er unsere Hündin Lea mit seinem sprudelnden Charme. Sie ergab sich und teilte noch am selben Abend ihre Decke mit ihm.

Am nächsten Tag beanspruchte er eine kleine Chaiselongue in unserem Wohnzimmer als künftigen Schlafplatz. Zwei Wochen lang versuchte ich erfolglos, einen...

Sie sind noch nicht als Abonnent freigeschaltet und können daher noch nicht den gesamten Artikel lesen.

Login

Dieser Artikel ist nur für WUFF-Online-Abonnenten oder Heft-Abonnenten in voller Länge lesbar. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich.
 

Autor dieses Artikels:

Marion Pletzer

Weitere Artikel aus WUFF 2012|02

Hier finden Sie weitere Artikel aus diesem Heft:
[mehr]