Für mich war und ist es wichtig, einmal an verständlichen Beispielen darzulegen, dass Hundehaltung und Hundeerziehung, die dem nahe kommt, wie es bei uns gemacht wird, nicht immer zu einem problemlosen Miteinander zwischen Mensch und Hund führen. Der Aktionismus in der Hundeerziehung führt bei uns – wie in meinem Artikel über Hunde in Indien gezeigt – meiner Meinung nach dazu, dass Probleme überhaupt erst entstehen. Wie gesagt, ich denke nicht, dass Hunde überhaupt nicht erzogen werden sollten. Aber etwas mehr Entspannung, weniger Aktionismus und Problemsuche, wo gar keine Probleme sind, täte Mensch wie Hund sicherlich gut. Indiens „Hundegruppen" sind bestens dazu geeignet, zum Nachdenken anzuregen. Das Wichtigste ist in meinen Augen wirklich, dass wir mal wieder lernen, nicht alles in der Hundeerziehung haarklein zu zerpflücken, sondern uns zu entspannen.
Thomas Riepe
Liebe Frau Strodtbeck!
Ich habe Ihren Beitrag über den Beagle im WUFF-Rasselexikon mal wieder mit Begeisterung gelesen. Aus jedem Satz springt einem die Liebe zu diesen wundervollen Hunden entgegen, ihr Wesen ist super getroffen worden und hält – hoffentlich – unkundige „Möchtegernhundehalter" davon ab, sich einen solchen wundervollen Kerl anzuschaffen! So herrlich erfrischend und ansteckend können nur Sie schreiben!
Kerstin von Sass

Nun also auch Hundemassaker in Aserbaidschan wegen eines profanen „Gesangswettbewerbs" (Eurovision Song Contest 2012). Die Schreckensmeldungen über grausamste Tiermorde überschlagen sich: Ob in Rumänien, in der Ukraine, der Türkei oder jetzt in Aserbaidschan – wir alle als Tierliebhaber, Hundefreunde und fühlende Menschen können die Schreckensmeldungen kaum mehr ertragen und würden am liebsten diese Meldungen „abschalten"! Und doch sollten wir NIEMALS aufhören gegen diese schrecklichen Massaker zu protestieren, denn hinter den statistischen Zahlen von Abertausenden getöteter Hunde und Tiere stehen Einzelschicksale! Einzelschicksale von wunderbaren Einzelindividuen, die Höllenqualen erleiden. Und stellen wir uns nur vor, es handelte sich dabei um unseren eigenen Hund. Nicht auszudenken! Die Menschheit steht an einem Scheideweg: Es ist Zeit zu begreifen, dass der auffällige menschliche und gesellschaftliche Mangel an Empathie, Einfühlungsvermögen und Ethik dringend einer Kurskorrektur bedarf.
Daher meine klare Forderung:
Ethik, Tierschutz, Empathie und Kommunikation müssen Schul- und Studienfächer werden!! Für das Unrecht, welches wir als Menschheit an Tieren begehen, bräuchte es Lichtjahre an Güte und Wiedergutmachung, die es aber niemals geben kann!
Dr. Barbara Wardeck-Mohr
Der Züchterin von Französischen Bulldoggen geht bei der Qualzuchtdebatte lt. ihrem Leserbrief „der Hut hoch". Nun ja, ich habe mir mal die HP der „verantwortungsvollen" Züchterin, die jegliche Qualzucht strikt von sich weist, angeschaut.
Siehe da, ihre Würfe sind fast ausnahmslos Kaiserschnittgeburten – und trotzdem sind die vielen toten Welpen, die es einfach nicht überstanden haben, sehr auffällig.
Ganz einfach, die Bullys können aufgrund des abnormen Missverhältnisses von Schädelgröße zu Körpergröße bzw. Geburtskanal des Muttertieres kaum mehr auf normalem Wege das Licht der Welt erblicken. Die Geburten verlaufen mehr als dramatisch und viele Welpen verenden im Geburtskanal steckend noch vorm rettenden Kaiserschnitt. Und da geht mir der Hut hoch, denn das ist für mich Tierquälerei und eindeutige Qualzucht! Wie viele Kaiserschnitte muss denn so eine Zuchthündin aushalten, wie oft wird ihr Körper dermaßen ausgebeutet?
Bettina Stoifl
Antwort der Züchterin:
Mein Leserbrief bezog sich ausschließlich auf die Fitness und Atmung unserer doch ach so geschundenen Französischen Bulldoggen. Und dazu kann ich nur sagen, dass ich damit noch nie Probleme hatte. Und auch sonst sind meine Hunde gesund. Dass die Kaiserschnitte bei uns natürlich ein Thema sind, ist unbestritten, gehörte aber nicht zu dem Inhalt meines Leserbriefes. Und vielleicht sollten Sie sich auch mal die Mühe machen, sich die Tausende von toten Welpen anzusehen, die bei anscheinend so gesunden Mischlingen zur Welt kommen. Weil sich keiner kümmert und auch keiner Gedanken gemacht hat. Meine Hündinnen „müssen", falls nötig, zwei Kaiserschnitte über sich ergehen lassen, was Sie auch auf meiner HP hätten sehen können. Dann sind sie aus der Zucht raus und dürfen bei mir ein schönes Leben bis zum Schluss führen, da ich nämlich keiner von den Züchtern bin, die ihre Hunde nach „getaner Arbeit" abschieben. Ich denke, dass Sie das aus meiner HP ersehen konnten.
Nicola Wittenstein

Diesen professionellen Umgang mit der Thematik befürworte ich sehr, denn leider ist in den vergangenen Jahren dieser Bereich der Pädagogik eher inflationär geworden. Überall gaukeln „Therapeuten" und „Pädagogen" mit ihren Hunden in manchmal recht haarsträubender Weise durch Schulen, Kindergärten, Alten- und Pflegeheime usw. Zum Teil wenig sinnvoll fürs Klientel und häufig ohne Blick auf den Hund. Umso besser, wenn es nun Schulungen und Richtlinien gibt, die einen professionellen Einsatz von Tieren in der Pädagogik beinhalten.
Darya Zehl

Ich freue mich sehr, endlich einmal etwas über die andere Art der Bindung „Mensch-Hund" zu lesen. Lob an die Autoren! Sowohl als Hundehalterin als auch als Ausbilderin bin ich von dieser Bindungsarbeit überzeugt. Dieses Training macht es dem Hundehalter einfacher, der Hundeführer zu sein und nicht nur der Halter. Der Hund braucht eine klare Führung, in die er Vertrauen setzen kann und in der er Schutz findet. Und gleichzeitig ist es die perfekte Grundlage für einen neuen Weg der Hundeerziehung. Es würde mich freuen, wenn mehr Menschen sich dieser „Flirt-Kommunikation" annehmen. Dies sollte wirklich in keinem Training fehlen.
Claudia Jung
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