Diese japanische Hunderasse entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Shikoku - die kleinste der vier japanischen Hauptinseln - ist die Heimat des Tosa Inu. In Japan wird er auch als „Sumo-Hund“ bezeichnet, da für den traditionellen japanischen „Hundekampf“ annähernd die selben Regeln gelten, wie bei den Sumo-Ringern. Beissende und knurrende Hunde werden disqualifiziert. Es geht bei diesen „Hundekämpfen“ nämlich nicht darum, den anderen Hund zu beißen, sondern nur umzuwerfen und am Boden festzuhalten, ähnlich den Sumo-Ringern. Es ist also eigentlich kein Hundekampf im engeren Sinne, obwohl auch diese „harmlose“ Form abzulehnen ist. Um 1870 wurde die einheimischen Hunde des Typs Akita und Shikoku-Ken mit den Rassen Bulldog, Bullterrier, Bernhardiner, Mastiff, u.a. gekreuzt.
Wesen und Charakter
Nach dem japanischen Sprichwort „die Stillsten sind die Tapfersten“ gilt der Tosa Inu als ruhiger und angenehmer Begleiter. Seine Gelassenheit ist sprichwörtlich. In der Standard-Beschreibung heißt es „Der Charakter des Tosa Inu soll Beharrlichkeit und Gelassenheit mit kühnem, unerschütterlichem Mut vereinigen.“ Er ist ein typischer Familienhund, der den Anschluss an sein Rudel sucht. Für Zwingerhaltung ist er absolut nicht geeignet. Obwohl der Tosa Inu auf Familienmitglieder und Bekannte absolut freundlich reagiert, ist er gegenüber Fremden anfangs etwas reserviert, jedoch niemals unfreundlich. Ein typischer Japaner mit Herz und Seele. Trotz seiner Dickköpfigkeit und seines starken Selbstbewusstseins schlägt im Inneren ein sensibles Herz, das ungerechte Behandlung lange nachträgt.
Zucht und Gesundheit
Da der Tosa Inu nie auf Schönheit gezüchtet wurde, ist sein Erscheinungsbild in Bezug auf Größe, Farbe und Typ oft sehr unterschiedlich. Rüden haben mindestens 60 cm Schulterhöhe und 37 kg. Für Hündinnen gilt mindestens 54 cm Schulterhöhe und 30 kg. Nach Schätzungen leben derzeit ungefähr 3.000 Tosa weltweit, davon ca. 35 in Deutschland und 3 in Österreich. Da die Japaner nie auf die Gesundheit der Hüften geachtet haben, hat eine erhebliche Anzahl der Tosa-Population mit HD (Hüftgelenksdysplasie) zu kämpfen. Es sollten daher bei der Anschaffung eines Tosa-Inu Welpen unbedingt die HD-Befunde der Elterntiere nachgefragt werden.
Haltung & Pflege
Im Haushalt gibt es in der Regel keine Probleme mit anderen Tieren, was nicht heißt, dass man unbedingt zwei Rüden zusammen halten sollte. Die Kombination von Rüde mit Hündin erspart unnötigen Stress, sowohl bei den Zwei- als auch Vierbeinern. Der Tosa Inu liebt die Gesellschaft und ist am glücklichsten, wenn er immer dabei sein kann. Auch sportlichen Aktivitäten schließt er sich gerne an. Die Pflege fällt beim Tosa Inu sehr einfach aus: Mit einem feuchten Lappen und einer Gumminoppenbürste ist das Pflege-Equipment perfekt. Die Noppenbürste liebt er, da die Gumminoppen dem Hund gleichzeitig massieren.
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Kontakt:
Martina Schwarz,
Tel.: 0049-39007/ 762
Tosa Inu im Web:
home.t-online.de/home/frankgrelle/dwelcome.htm
<//a>www.molosser.de
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Auszug aus dem Rassestandard
(FCI-Gruppe 2, Molosser)
Allgemeines Erscheinungsbild: Der Tosa-Inu ist ein großer imposanter Hund, dessen Erscheinung Würde, Stärke und Eleganz mit einem kraftvoll gebauten Körper vereint. Er ist ein mutiger und starker Hund mit Hängeohren, kurzem Haarkleid und stumpfem, quadratischem Fang. Die Kehle hat viel Halshaut, d.h. eine Wamme. Die gerade herabhängende Rute ist am Ansatz sehr stark. Der Knochenbau ist robust und kräftig.
Rücken und Lenden: Der Rücken ist gerade und fest. Lenden breit und stark mit betonter Kruppe. Die Rute ist an der Wurzel sehr stark und verjüngt sich zur Spitze hin. Sie wird hängend getragen und soll bis zu den Sprunggelenken reichen.
Haarkleid: Das Haar ist rau, hart und am ganzen Körper sehr dicht. Die bevorzugte Farbe ist ein kräftiger, warmer Rot-Ton, doch sind weiße Abzeichen auf rotem Grund und rote Abzeichen auf weißem oder abweichendem roten Grundton gestattet.
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