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Hunde und Pferde als Zeugen von Natur, Kultur und Adel (Online-Abo)

Die Neue Pinakothek in München stellte kürzlich zum ersten Mal auf dem Kontinent das Werk des englischen Tiermalers George Stubbs (1724 – 1806) vor. Dr. Stutzer hat für WUFF diese Ausstellung besucht.

In der religiösen Kunst - und das war bis zum späten Mittelalter fast die gesamte Kunst - ­gehörten Tiere, besonders Esel, Schafe und Rinder, zum starren Inventar der Bildsprache der Heilsgeschichte, in der sie stets eine Statistenrolle hatten. Dann kam die Kunst der Renaissance und deren Maler. Sie erkannten die Natur als den Ort und die Tiere – auch die Blumen – als Zeugen der großen Magien des Lebens und machten sie als Hieroglyphe der Schöpfung lesbar. Dabei hat es die Malerei der Renaissance dem Menschen ­möglich gemacht, ein neues Bild seiner selbst zu finden. Die Kunst ist ­entstanden, weil der spätmittelalterliche Mensch mit seiner leidenschaftlichen Anklammerung an das Leben, seine Schönheiten und seine nie ausgesungene Klage über alles, was man lassen ­müsse – die Jagd, die Pferde, die Hunde, den Weinberg, das Schloss und die Äcker – dem Tode und dem Ver­gehen widerstehen und weil er sich ein Reich schaffen wollte, in dem er der Schöpfer ist und über Zeit und Raum gebietet. In diese leidenschaftliche Hoffnung wurde auch das Tier einbezogen.

Tiere als Individuen
Die Tierdarstellung seit der Renaissance stellt nicht mehr ein starres Objekt in einer sakralen ­Inszenierung dar, wie in der Romanik und der Hochgotik, das Tier ist nun vielmehr ­souveränes Individuum und ver­körpert einen eigenen Teil der Schöpfung. Es war folgerichtig, dass der Mensch, der sich mit der Renaissance und dem Barock selbst als Herrn der Geschichte verstanden hat, seine eigene Größe in der Kunst dargestellt sehen wollte. Bei dieser Selbstdarstellung brauchte er Gefährten und Gehilfen, die seinen Adel und seine Größe durch eigenen Adel und eigene Exklusivität bezeugten. Diese Gehilfen waren Pferde und Hunde. Ihre Rolle in der adeligen Selbstdarstellung hat ihren umfassendsten Ausdruck in der englischen Kunst und dort in der Pferde- und Hundemalerei gefunden, die zugleich auch meist Jagdmalerei war. Ihr kunstgeschichtlich bedeutendster Vertreter war George Stubbs.

George Stubbs
Er entstammte einer Handwerker­familie in Liverpool, wo er 1724 geboren wurde, die seit mehreren Generationen in der Gerberei und im Ledergewerbe tätig war. Nach nur kurzen und episodischen Ausbildungszeiten bei englischen Provinzmalern hat er autodidaktisch seine Darstellungs- und Maltechniken selbst entwickelt. Nicht nur in der Kunst, auch in der Wissenschafts- und Medizingeschichte, ganz besonders der veterinärmedizinischen, ist er als bedeutender Erforscher und Darsteller der Pferdeanatomie bereits in der Mitte seines Lebens im damaligen Mutterland der Tiermedizin, in England, hoch geschätzt worden. Der bis ins spätere 19. Jahrhundert anhaltende englische Vorsprung in der Veterinärmedizin und der Tierzucht, besonders der Pferdezucht, geht auch auf seine „Anatomy of the Horse" von 1766 zurück.

Seine Stiche setzten einen neuen Standard in der Visualisierung anato-mischer Befunde, und so hat er auch umfassend auf die medizinische Lehre eingewirkt. 18 Blätter zeigen das Pferd von allen Seiten als Skelett. ­Präzise wird die Muskulatur offengelegt, wobei er bis in die tiefsten Schichten vordringt und den Sitz und Verlauf der Bänder sowie der Gefäße und Nerven hervorhebt. Selten ist in der europäischen Kunst eine so enge Verbindung von exakter medizinischer Wahrnehmung und Ästhetik geschaffen worden wie von Stubbs.

Eine Historie auch der Gesellschaft
Die englische Aristokratie hatte im 17. Jahrhundert Berber- und Türkenpferde, ab dem frühen 18. Jahrhundert dann vor allem Araberpferde eingeführt und mit ihnen den damals einzigartigen Hochstand der englischen Warmblutpferdezucht aufgebaut. Ihr Chronist und Porträtist wurde George Stubbs, der den Künstlertyp des Pferde- bzw. überhaupt des Tiermalers geschaffen hat, auch auf der Basis einer glänzenden Auftragslage. Seine Pferdebilder – meist sind es zugleich auch Bilder von Hunden und von Jagdmeuten – sind von einer unvergleichlichen zeitlosen Schönheit und dabei von höchstem dokumentarischem Wert für die Geschichte der Tierzucht und der Tiermedizin. Und sie sind englische Gesellschaftsgeschichte. Stubbs unterhielt langjährigen Kontakt mit Ärzten und war auch selbst medizinischer Lehrer für Anatomie am York County Hospital. 1758 machte er sich durch den Kauf eines Hauses in einer guten Wohngegend in London an­sässig, in dem er 1806 starb.

An Pferdezucht und Pferderennsport interessierte Adelige – reich an Einfluss und Geld – wurden von da an auf den Künstler aufmerksam und beauftragten ihn mit Jagdszenen und Pferdeporträts, die seinen Ruf als führender Maler der „Sporting Art" begründeten,wie der ­zeitgenössische englische Begriff lautete . Die Oberschicht der sich entfaltenden Weltmacht Großbritannien hat sich auch damals schon am liebsten durch luxuriöse Pferde-und Hundezuchten, in Rennen und vor allem in großen ­Jagden selbst inszeniert. George Stubbs erhielt lange Serien von Aufträgen, die kostbaren Hauptakteure , die ­Pferde und Hunde, zu porträtieren. Den Hintergrund bildeten die Landsitze inmitten des bis heute spürbaren Zaubers englischer Landschaften, im Mittelpunkt standen und vor allem liefen und sprangen die Hauptper­sonen, die Hunde und Pferde.

Hunde als Persönlichkeiten
Besonders Hunde hatten den Status der Auftraggeber zu ­repräsentieren. Das galt vor allem für die ­großen Jagd-und Hatzhunde und die ­Meuten, die sie gebildet haben. Doch Stubbs hat auch derbe ­Mischlingshunde gemalt, die mit allen Zeichen ­freu­diger Jagderwartung vor den Jägern auf dem Wege zur Jagd sind, und mit Vorliebe auch mehrfarbige ­Spitze, die kläffend Jäger und Pferde ­umspringen, zum sichtlichen Miss­fallen einiger Pferde.

Stubbs hat seinen Auftraggebern zwar seinen Pinsel verkauft, aber nicht seine eigene Sicht vor allem auf die Hunde, die er gemalt hat. Sie sind bei ihm nicht dekorative eindimen­sionale Figuren, die nur eine Auf­gabe haben, nämlich Adel, Macht und ­Größe ihrer Herren zu demonstrieren, so wie es in der Hundemalerei des 18. Jahrhunderts vor allem bei der Darstellung von großen Damen der Gesellschaft, von Fürstinnen oder von Ehefrauen des damaligen Geldadels üblich war, wo der Hund nur ein Stück Selbstdarstellung zu Füßen der Dame ist. Das findet sich bei Stubbs nicht, seine Hunde sind eigene Persön­lich­keiten und sind vor allem und in erster Linie Hunde und dann erst Teil der Selbstinszenierung des britischen Adels. Wenn man das sehr ­gelungene Begleitbuch der Ausstellung aufschlägt und die Hundebilder, auch die sichtlich vergnügten und mit ihrer Lebensrolle zufriedenen einzelnen Hunde, betrachtet und dabei seinen eigenen Hund neben sich hat und mit ihm spricht, dann kann man gleich­zeitig auch mit den Hunden sprechen, die der Maler vor 250 Jahren dargestellt hat. Zugleich zeigen die Hundebilder, einen wie scharfen Blick Stubbs auf die Würde der Hunde gehabt hat, die sie unabhängig von ihrer Rolle in der menschlichen Gesellschaft immer besessen haben und immer besitzen werden.

Ein besonders markantes Beispiel dafür ist die Darstellung des Hundes Turk des Herzogs von Rutland von 1778. Das Bild zeigt einen „Wolfspitz" und hat nach seiner ersten öffent­lichen Präsentation ungewöhnliches Aufsehen erregt, einmal wegen der technischen Perfektion und der außerordentlichen Naturgenauigkeit, zum anderen wegen seiner inhalt­lichen Aussage über eine imposante Hundepersönlichkeit. Im Zweiten Weltkrieg wurden vor allem in Süddeutschland, in Österreich und in den dünn besiedelten Landschaften Nord- und Westdeutschlands mit Einzelhofsiedlungen von den Jagdbehörden anschaffungskostenfrei Wachhunde angeboten, die besonders wachsam und wenn nötig auch sehr angriffsfähig sein und dazu angeblich nicht jagen sollten, um die alles andere als gute Sicherheitslage in Landgebieten zu verbessern. Diese Hunde seien aus älteren Spitzrassen gezüchtet worden und hießen Wolfspitze, die es bis dahin nicht gegeben habe. In der Münchner Stubbs-Ausstellung konnte man sich davon überzeugen, dass es diese Wolfspitze bereits im mittleren 18. Jahrhundert in England gegeben hat, wo man sie in der Geschichte der Hundezucht mit den holländischen „Keeshonden" in Verbindung bringt. Davon hat man in der Mitte des 20. Jahrhunderts jedenfalls in Deutschland und seinen Jagdbehörden noch nichts gewusst. Eine Er­klärung dafür, und überhaupt für die Tatsache, dass Stubbs auf dem Kontinent immer wenig bekannt war und die Ausstellung in der Neuen Pinakothek als erste in Jahrhunderten stattfand, ist plausibel: Die meisten Gemälde, ganz besonders die Hunde­darstellungen, sind noch im Privatbesitz der Familien, deren Vorfahren dem Maler einst diese Aufträge erteilt haben. Sie waren - und werden es wohl auch in Zukunft wieder sein - bisher nur wenig zugänglich, was den Gemälden sehr gut tut. Auch dafür ist wieder das Bild des Wolfspitzes Turk ein überzeugendes Beispiel. Es ist in einem außerordentlich guten Er­haltungszustand.

Das Werk Stubbs‘: Pferde, Hunde und Menschen
Der Maler ist bei der Darstellung von Pferden und vor allem von Hunden als Eigenpersönlichkeiten nicht stehen geblieben. Mit besonderer ­Sympathie ist Stubbs auch den „ein­fachen ­Leuten" begegnet. Ansichten von Landsitzen sind mit der Darstellung von Alltagsarbeit wie Jagdvorbereitungen oder dem landwirtschaftlichen Betrieb auf den Besitztümern verbunden. Der Maler hat nicht nur den Adel, sondern auch die Bediensteten, Stallmeister und Pferdeknechte auf der Leinwand festgehalten.

Warum wurde nun das Werk von George Stubbs gerade in ­München erstmals außerhalb der Insel ­präsen­tiert? Das Sammeln englischer ­Malerei hatte bei den ­Wittelsbachern ­Tradition. Dazu gehörte auch Stubbs‘ „Hühnerhund", den Kurfürst Maxi­milian Joseph, der spätere König Max I. Joseph, um 1800 erworben hatte. Es soll das erste Gemälde des Künstlers gewesen sein, das seinen Platz außerhalb der britischen Inseln gefunden hat. Heute umfasst die Neue Pinakothek in München eine der vollständigsten Sammlungen englischer Kunst des 18. und 19. Jahrhunderts in Europa. Die Stubbs-Ausstellung bot 35 Gemälde, eine Auswahl aus seinen Zeichnungen und seiner Druckgrafik. Dem Besucher wurde durch eine geschickte Hängung die Wahrnehmung so erleichtert, dass er während des Rundgangs den Katalog nicht benötigte, sondern sich ganz auf das optische Erlebnis konzentrieren konnte. Gleichwohl ist der Katalog ein eigenes Kunst-Werk mit den neuesten Forschungsergebnissen und hervor­ragenden Bildwiedergaben. Er ist unter dem Titel „George Stubbs 1724-1806, Die Schönheit der Tiere" im Prestel Verlag München-London-New York erschienen, hat 240 Seiten und kostet im Buchhandel 39,– Euro.


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Eklat auf der CRUFTS 2012: Erstmals Ausschluss kranker „Siegerhunde“ (Online-Abo)

Große Aufregung auf der traditionellsten und weltgrößten Hundeausstellung im ­Mutterland der Hundezucht Großbritannien: Ein Basset, eine Englische Bulldogge und ein Pekingese, die von den jeweiligen Zuchtrichtern als die besten der Rasse (Best of Breed) bewertet wurden, durften nicht aufs Sieger­podest. Eine neue Regel des britischen ­Kennel Clubs schreibt nämlich eine tierärztliche Bewertung der Gesundheit der Hunde vor. Und da fielen alle drei Hunde durch.

Vom 8. bis 11. März 2012 war das britische Birmingham der Nabel der kynologischen Welt. Mit der Teilnahme von 21.029 Hunden bestätigte die CRUFTS 2012 – 1891 erstmals von Charles Cruft veranstaltet – ihre Bedeutung als weltgrößte Hundeausstellung. „Nur die gesündesten Hunde einer ­Rasse sollen prämiert werden", sagte ­Caroline ­Kisko vom Veranstalter, dem britischen Kennel Club. Und der Kennel Club machte – zumindest bei drei Rassen – Ernst mit einer Regel, die 2012 erstmals eingeführt wurde. Demnach wurden 15 Rassen identifiziert, die „Merkmale aufweisen, die zu schlechter Gesundheit führen können". Dazu gehören Basset, Bloodhound, Englische Bulldogge, Chow Chow, Clumber Spaniel, Bordeaux Dogge, Deutscher Schäferhund, Mastiff, Mastino Napoletano, Pekingese, Shar Pei, Bernhardiner, Französische Bulldogge, Mops und Chinese Crested (Chinesischer Nackthund).

Bei diesen 15 Problemrassen werden die jeweiligen von den Zuchtrichtern als „Rassebeste" bewerteten ­Hunde vor ihrer offiziellen Prämierung einem Tierarzt-Check unterzogen. ­Sollten bei einem solchen Rasse­besten ­medizinische Probleme festgestellt werden, die seine Gesundheit be­einträchtigen, führt dies zu einer Disqualifikation des Hundes und dem Ausschluss der betroffenen Rasse vom weiteren Ablauf der Show.

Was viele Experten nicht für ­möglich gehalten hatten, trat tatsächlich ein, und dies gleich bei drei Rassen: Die Zuchtrichter für English Bulldog, Pekingese und Basset ­bewerteten Hunde als Rassebeste, die beim anschließenden Tierarzt-Check durchfielen. Dieser erstmalige Ausschluss „kranker Siegerhunde" schlug hohe Wellen. In den heftigen Diskussionen wurden einerseits die Zuchtrichter angeschuldigt, kranke Hunde als „Rasse­beste" fehlzubewerten, andererseits hieß es auch, dass es gerade bei diesen drei Rassen überhaupt ­keine gesunden Tiere mehr gebe.

Zum Sieger der gesamten Show (Best in Show) wurde am letzten Tag der viertägigen Ausstellung die Lhasa Apso-Hündin Elizabeth gekürt. Die langhaarige tibetische ­Rassehündin wurde von ihrer Züchterin und Be­sitzerin Margaret Anderson aus dem zentralenglischen Coventry ­vorgeführt. „Reserve Best in Show" und damit Zweitbester wurde der Neufundländer Brutus von Sonia Krorkvei aus der Slowakei.


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New York: Scottish Deerhound wird „schönster Hund der USA“ (Online-Abo)

Zum 135. Mal fand in New York die Wahl zum „schönsten Hund der USA“ statt. Sieger wurde überraschender Weise eine Scottish Deerhound-Hündin.

Seit 1877 findet in New York jedes Jahr die größte Hundeausstellung des ­amerikanischen Kontinents statt. Veranstaltet vom Westminster Kennel Club fanden sich Mitte Februar – zum 135. Mal seit der Gründung dieser Hundeschau – 2.500 Vierbeiner aus 179 Rassen im Madison Square Garden ein. Und wieder ging es um den Siegertitel des „schönsten Hundes der USA“ (Best in Show), den im vergangenen Jahr der Scottish Terrier Sadie erhielt.
Der Titelgewinn bringt dem Hund, oder vielmehr seinem Besitzer ­sofortigen Ruhm ein: Der ­Sieger darf hoch auf das Empire ­State ­Building und tritt in zahlreichen ­Fernsehshows auf. Sadie durfte im vergangenen Jahr sogar einmal die Glocke zum Handels­beginn an der Wall Street-Börse ­läuten.

Der diesjährige Siegertitel ging an Hickory, eine 5-jährige Scottish Deerhound-Hündin, die auf der Show durch die professionelle Hunde­vorführerin („dog handler“) Angela Lloyd den Richtern präsentiert ­wurde. „Das ist eine Sensation, wie man sie nur einmal erlebt“, sagte Lloyd. Denn ­üblicherweise gewinnen auf der Westminster Show Hunde von ­kleinen Rassen. Hickorys ­Besitzerin Sally ­Sweatt aus Minneapolis ist über­glücklich und macht sich bereit, um den Ruhm ihrer Hündin, die bis ­Februar 2012 den Titel „schönster Hund der USA“ tragen darf, zu nützen. Die ­ersten Talk Shows haben schon ­Termine mit ihr gebucht.
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Heisse Hunde im Burgenland (gratis lesen)

Bereits zum zweiunddreißigsten Mal fand in Gols das berühmte Golser Volksfest statt. Gols liegt im nördlichen Burgenland und gehört zum Bezirk Neusiedl am See. Das typisch burgenländische Klima, welches uns an diesem Tag 30 Grad und jede Menge Gelsen bescherte, lockte Tausende Besucher an. Die Hot-Dog-Show wurde dank der breiten Vorankündigungen von rund 3.000 Hundeinteressierten besucht.

Lachendes Agility
Um Punkt 17 Uhr begann die Agility-Vorführung unter der Leitung von Sabrina Rössler. Die Hunde flitzten freudig über den glattrasierten Stadionrasen und rissen die Zuschauer mit ihrer Begeisterung regelrecht mit. Sabrina Rössler erntete einen besonderen Applaus, als ihr einer der Hunde nach absolvierter Parcoursstrecke mit einem Riesensprung auf die Schulter sprang. Den „lachenden“ Hundegesichtern sah man ihre Freude am Agility-Sport richtig an. Die Zuschauer glaubten plötzlich doppelt zu sehen, als Sabrina Rössler ihre beiden Malinois gemeinsam auf den Parcours schickte. Das sorgte natürlich für Zündstoff - vor allem bei den beiden Hunden!

Hundebox mit Schnäbel
Zwei Stunden lang betrachteten die vorbeigehenden Zuschauer einen wackelnden Autoanhänger und eine Hundebox, aus der vier Schnäbel herausragten. Ich dachte dabei gleich an eine neue, Nacktschnecken fressende Hunderasse mit Spezialrüssel. Nein - soweit ist es mit der Rassehundezucht noch nicht gekommen! Das Geheimnis wurde gelüftet. Im wackelnden Autoanhänger befanden sich die sechs Schafe inkl. Schafbock und in der Hundebox die vier indischen Laufenten von Marion Fuchs.
Die Schafe wurden von einem der beiden Border Collies durch ein ca. 4 Meter breites Tor gelotst. Die Border Collies wiederum wurden von Marion Fuchs durch verschiedene Pfeiftöne gelenkt. Die indischen Laufenten wurden ihrem Namen gerecht und liefen quer übers Feld über eine Brücke und schließlich sogar durch den Tunnel, der nicht zufällig von der Agility-Vorführung liegen geblieben war.

Flüchtender Täter auf Motorrad
Von Drogendealern bis zu entflohenen Gewaltverbrechern war alles präsent. Die Hunde der österreichischen Gendarmerie-Diensthundeschule hatten an diesem Tag viel zu tun. Reale Tatszenen aus dem Alltag wurden wirklichkeitsnah nachgestellt. Ein flüchtender Verbrecher auf dem Motorrad wurde von einem Diensthund während der Fahrt von seinem Vehikel geholt. Das Motorrad wurde für solche Vorführungen und Übungszwecke umgebaut (z.B. verkleidete Speichen), damit die Hunde sich nicht verletzen können.

Hund springt aus Hubschrauber
Das Gendarmerie-Einsatzkommando (GEK) ist mit Helikopter und Fallschirmspringer angerückt. Im gestellten Sondereinsatz sprang ein Malinois aus dem fliegenden Helikopter, um einem flüchtenden Drogendealer, wie es im Fachjargon heißt, „die Flucht zu vereiteln“. Nachdem der Hund dem Täter die Flucht vereitelt hat, waren auch schon die Einsatzmänner zur Stelle, um den Täter zu verwahren.
Schließlich wurde den Zuschauern noch eine „Abseilung mit Hund“ gezeigt, wofür extra ein Kran aufgestellt wurde. Als Krönung fielen dann drei Fallschirmspringer, einer davon mit Burgenlandfahne, vom Himmel. Bei diesem blitzblauen Himmel war das ein wunderschöner Anblick.

Hundesport Mondioring
Die Österreicher Gerold Scheyrer und Günther Kitzer zeigten gemeinsam mit einem Schweizer Hundesport-Team Auszüge aus dem französischen Ringsport und Mondioring (siehe Wuff Mondio-Bericht in Heft 7-8/99). In Frankreich ist Ringsport schon seit Jahren als „Volkssport der Hundler“ verbreitet. In Österreich kann sich der Ringsport aufgrund der zur Zeit noch ablehnenden Haltung des ÖKV (Österreichischer Kynologenverband) nur langsam etablieren. Der donnergrollende Applaus der Zuschauer zeigte, wie begeistert die Hundeleute von diesem Hundesport sind.
Die Belgischen Schäferhunde demonstrierten bei dieser Veranstaltung deutlich ihren Vormarsch im Sport- und Diensthundebereich. Neben einem Berger de Pyrenees und einem Border Collie sah man fast ausschließlich „Belgier“ (Malinois und Tervueren).

Perfekte Organisation
Ein großes Lob verdient der Initiator dieser 2. Internationalen Hot-Dog-Show, Karl Pöckl und sein unterstützendes Team vom ÖGV-Gols (Österreichischer Gebrauchshunde Sportverband). Die gesamte Organisation und Betreuung der Teilnehmer funktionierte reibungslos, nicht zuletzt auch durch die Unterstützung der Sponsoren (Pedigree Pal, Dr. Johann Wergötter, Villa Vita - Feriendorf Pannonia, Bäckerei Nagelreiter). Moderiert wurde die Veranstaltung von der hundefreundlichen Uschi Ditz vom ORF Landesstudio Burgenland.


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Hundeausstellungen: (gratis lesen)

Vor ca. 150 Jahren begann mit den ersten Hundeausstellungen, Zuchtbüchern und Kynologenverbänden die Ära der modernen Hundezucht. Begonnen hat dies überall auf Initiative der Jägerschaft, denn Jagdhunde galten in alten Zeiten als die wertvollsten, edelsten Hunde überhaupt, was auch mit der Jagdlust des Adels zusammenhing. Das Wesentliche war damals noch die Beurteilung der Fähigkeit der Hunde, die jagdlichen Funktionen optimal und ausdauernd, auch durch einen langen Tag hindurch, durchzuführen, wofür unter anderem eine entsprechende funktionelle Anatomie erforderlich ist. Zunächst wurden daher nur Jagdhunde ausgestellt, doch bald wurden auch andere Rassen aus den Gruppen der Herdenhunde und der Gesellschaftshunde zugelassen. Letztere wurden damals als „Luxushunde" bezeichnet. Für diese allerdings war eine wie immer geartete Leistungsfähigkeit nicht mehr das oberste Ziel, daher waren es auch nicht die körperlichen Merkmale dafür – obwohl das vielfach bis heute fälschlich aufrechterhalten wird – sondern der ästhetische Eindruck. Damit war aber schon der Grundstein für spätere Problematik und negative Auswirkungen gelegt.

Auswahl und Bewertung von Zuchthunden
Der Hauptzweck der ursprünglichen Hundeschauen war jedoch die Auswahl und Bewertung der Hunde für die Zucht. Die weitaus meisten Rassehunde waren damals Gebrauchshunde, bei deren Bewertung das Augenmerk auf die Eignung für ihren Verwendungszweck gelegt wurde. Es wurden Standards erstellt, die den Idealhund der jeweiligen Rasse darstellen sollten, dessen Körperbau einer optimalen Arbeitsfähigkeit entsprach.

Da die moderne Rassehundezucht sich am englischen Vorbild orientierte, fand ein englischer Terminus beim Richten und Bewerten von Rassehunden Eingang, die sog. „Soundness". Dieses Wort bedeutete ursprünglich „Gesundheit" und wird auch heute noch oft als „Körperbau, der einen Hund optimal für die Funktion befähigt, für die seine Rasse gezüchtet wurde" definiert, kann aber auch nach anderen Definitionen „guter Körperbau", oder auch „Abwesenheit von körperlichen Defekten" bedeuten. Manche Rassen haben sich heute vom ursprünglichen Erscheinungsbild so weit entfernt, dass die erste Definition nicht mehr zutrifft.

So war es beispielsweise die ursprüngliche Aufgabe des Bulldog, wütende Bullen festzuhalten. Heutige Bulldogs, so eingesetzt, würden oft schon durch Kreislaufversagen infolge Atemnot zusammenbrechen, bevor es zur wirklichen Konfrontation mit dem Stier käme. Viele „kynologische" Erklärungen sind auch geradezu grotesk, etwa, wenn beim heutigen Bulldog die eingedrückte, faltige Nase damit erklärt wird, dass der Hund dadurch beim Festbeißen ungehindert atmen könne und die Falten das Abrinnen des Blutes erleichtern.

Vieles hat sich seither geändert
Die meisten Rassehunde sind heute den „Luxushunden", also in moderner Diktion den Begleit- oder Gesellschaftshunden, zuzurechnen. Abgesehen von den noch vorhandenen effektiven Gebrauchshunden werden für diese, aber auch für die „Schaulinien" von Gebrauchshunderassen (das sind Gebrauchshunde, die in erster Linie gezüchtet werden, um dem „Schönheitsgeschmack" zu entsprechen und so auf Hundeausstellungen mit Preisen reüssieren, Anm. d. Red.), meist keine Gebrauchsprüfungen verlangt. So änderte sich der wahre Zweck der meisten Hundeausstellungen von der Ermittlung der besten Gebrauchshunde für die Zucht zu vorwiegenden Schönheitskonkurrenzen, die weltweit einen ungeheuren Aufschwung erfahren haben.

Vorteilhafte Präsentation
Es führte und führt dies zu einem ständigen Wandel des Erscheinungsbildes der meisten Hunderassen. Wenn der festgesetzte „Schönheitsstandard" erreicht ist, bzw. wenn man sich an diesem „satt gesehen" hat, wird er geändert oder eben anders „ausgelegt". Vor allem Übertreibungen, wie bei Haarlänge, Schnauzenkürze, Niederläufigkeit usw. treten häufig auf. Damit entfernten sich die Schauen weiter von ihrem züchterischen Zweck. So wurden für das Vorführen der Hunde, zunächst in den USA, professionelle Vorführer, sogenannte „Handler", maßgebend. Erfahrene Handler können auch weniger vollkommene Hunde so präsentieren, dass sie den für deren züchterischen Einsatz oft maßgebenden Championtitel erringen. Das hat auch auf die Mentalität der Ausstellungshunde seinen Einfluss – und damit auf die Eigenschaften der Rassehunde.

Gefragt ist im allgemeinen bei den meisten Rassen der Hund mit dem „will to win", der sich also selbst möglichst vorteilhaft präsentiert, nicht unbedingt eine für eine Rasse typische Eigenart. Allerdings sind solche Hunde in ihrem Auftreten durchaus sehr sicher und stressresistent, was züchterisch gewiss wertvoll ist, also doch per saldo eine positive Auswirkung einer Ausstellung darstellen würde! Ausgestellt zu werden ist ja für einen Hund ein gewaltiger Stress, so dass sogar Engländer über ihre weltgrößte Ausstellung, die Cruft’s, sagen „Cruft’s is not fit for dogs".

Substanzlose Glorifizierungen führen Ausstellungswesen ad absurdum
Leider ist auch Kosmetik aller Art, wie gefärbte Haare und Nasenspiegel, Puder und andere „Verfälschungstricks" von den Ausstellungen nur mühsam oder gar nicht fern zu halten. Der übertriebene, lebensqualitätsmindernde Haarwuchs mancher Rassen lässt etwas anderes als diesen heute kaum mehr beurteilen. Wenn dann etwa so ein moppartiges Wesen praktisch nur auf Grund dieser Eigenschaft vor anderen oder gar vor allen Hunden den Titel („Best in Show") gewinnt, führt sich das heutige Ausstellungssystem völlig ad absurdum, und solche substanzlosen Glorifizierungen können einen positiven Einfluss auf die Qualität der Rassen nicht beanspruchen. Wie etwa soll die objektive Qualität eines Greyhounds mit der eines Pekingesen verglichen werden? Das ist aber noch nicht alles.

Die für den Gebrauch geeignetsten Hunde werden so schon lange nicht mehr ermittelt – und das geht auch nur durch Gebrauchsprüfungen, die aber jeweils mit den Anforderungen und Bedingungen der Praxis oft nicht wirklich übereinstimmen. Dasselbe gilt auch für den heute meist wesentlichsten Zweck der Ermittlung der besten Anlagen für einen Familien- und Begleithund. Ein Formwertrichter, der oft fünfzig Hunde an einem Tag begutachten muss, kann kein seriöses Urteil über dessen Wesen abgeben.

Was sind die züchterischen Kriterien?
Jedoch, wir müssen uns klar sein, der Hauptzweck eines Nicht-Gebrauchshundes ist heute vielfach nicht das optimale Wesen, auch nicht die bestmögliche Gesundheit. Der Mensch ist empfänglich für Schönheit und Ästhetik, aber auch für Skurriles, Abartiges und Ungewöhnliches. Das wirkt sich nun in der innewohnenden und offenbar nicht zu bremsenden Dynamik der modernen Rassehundezucht aus, trotz mancher auch schon ganz offenkundig negativer Begleiterscheinungen. Rassen werden entgegen oft gehörter Meinung (oder Beteuerung) nicht mehr in ursprünglicher Form erhalten, sie werden fortlaufend „entwickelt" oder „verbessert", was immer damit gemeint ist. Der vorherrschende (und wechselnde) Geschmack der Richter ist entscheidend.

In den USA bereits Zuchtausschluss von Schönheits-Champions!
Das begann schon bei den „Luxushunden" zu Beginn des Ausstellungswesens, wie beispielsweise beim Collie, ursprünglich ein schottischer Schäferhund. Er wurde mit großer Wahrscheinlichkeit durch Kreuzung mit Russischen Windhunden (Barsois) im Exterieur wesentlich verändert, was starken Anklang fand. Später wurde er (durch kleinere Augen und noch längere Haare) weiter „entwickelt." Dagegen hat die weltweit erfolgreiche Gebrauchsform, der Border Collie, viel vom ursprünglichen Rassetyp erhalten, wie meist bei Gebrauchshunden. Dementsprechend hat deren große amerikanische Züchtervereinigung sogar „Showchampions" von der Zucht ausgeschlossen!

Vereinigungen der Züchter anderer Rassen (so des Jack Russell Terriers) haben sich lange Zeit geradezu verzweifelt, aber schließlich erfolglos, gegen die Vereinnahmung, sprich Registrierung, durch den mächtigen Amerikanischen Kennel Club (AKC – der größte US-Hundezuchtverband) gewehrt. Dementsprechend ist nach einer Studie über die genetische Variabilität der vom AKC anerkannten Rassen der Jack Russell noch die genetisch variabelste! Die anderen zeigen in Abhängigkeit zum Zeitraum ihrer Anerkennung durch den AKC abnehmende Werte. Man kann das, in Abwandlung der bekannten Nikotinwarnung, so ausdrücken: Die Anerkennung als registrierte Rasse kann ihre Gesundheit schädigen …

Es geht in Richtung extremen Phänotyps
Die Dynamik der Rassenänderung durch das Ausstellungswesen führt leider nicht zum ausgewogenen Optimum, sondern zum extremen Phänotyp. Manches, wie fortlaufende Verlängerung des Haarkleides langhaariger Hunde, führt im allgemeinen „nur" zur Verminderung deren Lebensqualität. Ursprüngliche langhaarige Hunde hatten meist im Gesicht kürzere Haare, was ihr Sehvermögen nicht beeinträchtigte. Das hat man solchen Rassen inzwischen mehrfach erfolgreich weggezüchtet. Beispiele sind Puli, Skye Terrier oder Bobtail. Solche Hunde erschrecken sich durch ihre verminderte Sehfähigkeit öfters, was ihr Verhalten negativ beeinflussen kann.

Schlimmer ist noch das Verschwinden der Schnauze bei kurznasigen Rassen wie Pekingese und Mops. Das EU-Parlament hat vergeblich versucht, diesem verhängnisvollen Trend entgegen zu wirken. Heute, nach mehr als einem Jahrzehnt und Qualzuchtparagraphen in einigen Ländern, hat sich kaum eine Verbesserung gezeigt. Wäre dies auch der Fall, würde der größte Teil der Welt davon nicht betroffen sein, da die meisten Länder hier keine Vorschriften erlassen. Das würde dann zu einem Problem des internationalen Ausstellungswesens führen.

Wenn ein Siegerhund nicht einmal normal gehen kann …
Aber Exzesse, wie der Bernhardiner, der mittels Schubkarren zum Ausstellungsring transportiert wird, dort den Championstitel entgegennimmt und wieder weggekarrt wird, oder jener Best-in-Show Pekingese auf der Cruft’s, der kaum gehen konnte, zeigen wohl die schlimmsten Entartungserscheinungen eines Systems, das ausersehen war, Hunde „zu verbessern." Dabei gab es nie bessere Hunde als die, welche als Landrassen bewundernswerte Schwerarbeiten verrichteten. So wie beispielsweise die Landrassen-Schäferhunde, die einst Rittmeister von Stephanitz so begeisterten, dass er daraus die erfolgreichste Hunderasse überhaupt schuf, den Deutschen Schäferhund, der aber inzwischen in der weit überwiegenden „Schauversion" mit Problemen zu ringen hat.

Die enorme Zunahme von Erbdefekten und Inzuchtproblemen ist sicher zum Teil auf solche den Rassen aufgezwungenen Veränderungen zurückzuführen. Wildtiere, wie Wölfe, ändern sich im Aussehen auch. Dies aber in extrem langen Zeiträumen, während unsere Hunderassen sich oft in jedem Jahrzehnt ändern müssen. Man braucht etwa nur die Bilder der Sieger der Deutschen Schäferhunde seit ihrer Rassengründung anzusehen. Die Veränderungen erfordern oft eine übermäßige Zuchtverwendung der zunächst nur vereinzelten „modern" gewordenen Rüdentypen, damit die Rasse insgesamt möglichst rasch dem neuen Typ entspricht. Dadurch entstehen weitere Krankheitsdispositionen aus der Verbreitung der Defektgene der neuen Superrüden und eine entsprechende weitere Erhöhung des Inzuchtniveaus. Die in manchen Ländern stark zunehmenden Mischlingszuchten (z.B. Pudel-Labradorkreuzungen, die „Labradoo-dles") sind eine Warnung, dass der Gesundheit in der Rassehundezucht wesentlich mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden muss.

Hundeausstellungen also abschaffen?
Soll man also Hundeausstellungen abschaffen, wie aus dem Vorhergehenden abzuleiten wäre? Ganz im Gegenteil, eine müßige Frage, wenn man die Tausende begeisterter Zuschauer solcher Veranstaltungen sieht. Ausstellungen sind das Tor der Kynologie zur Welt, heute mehr denn je sind Hundeausstellungen eine Notwendigkeit, um die Öffentlichkeit für Hunde zu begeistern, für die Hundehaltung zu gewinnen und das Image des Hundes zu fördern.

Dazu ein paar relevante Zahlen: Die größte Hundeausstellung der Welt, die englische Cruft’s, zählte 2004 21.622 ausgestellte Hunde. Die größten Veranstalter von Hundeausstellungen, bzw. ihrer Mitglieder, sind der englische Kennel Club, die weltweite FCI (Fédération Cynologique Internationale) und der Amerikanische Kennel Club (AKC). Die Mitgliedvereinigungen der FCI veranstalteten 4.819 Ausstellungen. Die weltweit beliebtesten Hunderassen sind der Labrador und der Golden Retriever sowie der Deutsche Schäferhund. Solche gewaltigen Zahlen zeigen das international große Interesse am Rassehund. Das ist gerade heute unbedingt notwendig, müsste aber medial weit besser ausgenützt werden, denn die Gefahren für die Hundehaltung haben stark zugenommen.

Aber im Interesse der Hundezucht müssten für die Zulassung zur Ausstellung auch gesundheitliche Aspekte beachtet werden, das heißt, ausgestellte Hunde wären auf Herz und Nieren zu prüfen, müssten einen niedrigen Inzuchtkoeffizienten aufweisen und, wo anwendbar und noch sinnvoll, rassenspezifische Prüfungen sowie Wesenstests absolvieren. Äußerst wertvoll wären generell bei den meisten Hunderassen Ausdauerprüfungen, auch im Hinblick auf die zunehmende Ausübung von neuen athletischen Hundesportarten. Ausschlaggebend für die Zukunft des Rassehundes ist die öffentliche Meinung, man sollte daher auf Hundeausstellungen Befragungen durchführen, um zu sehen, was der Mehrheit der Besucher gefällt und was ihnen nicht zusagt, aber auch welche Wünsche und Vorschläge geäußert werden. Auch Erhebungen zu diesen Themen in der gesamten Bevölkerung wären sehr wichtig! Was den Menschen an den Ausstellungen missfällt, müsste auch der Anlass zum Überdenken mancher Details sein. Das heißt ferner, Ausstellungen sollten nicht länger nur Hundeschauen sein, sondern auch der Werbung und Imagepflege des Hundes dienen. Schließlich gibt es heute wohl wesentlich mehr Hundefeinde, und auch Teile der Presse sind nicht allzu hundefreundlich zu nennen. Verbessern Hundeschauen in der heutigen Form das Image des Hundes oder sind sie nicht vielleicht eher kontraproduktiv? Auf diesem Gebiet geschieht viel zu wenig.

Öffentlichkeitsarbeit gefordert
Allgemein wäre viel mehr Öffentlichkeitsarbeit wünschenswert, wie etwa der Unterricht im Umgang mit Hunden für Erwachsene und Kinder, Filme, Vorträge über Haltung, Ausbildung, Gesundheitsfragen und Möglichkeiten von Wagenfahrten, Vorführungen aller Hundesportarten und vieler „Hundeberufe", wie vor allem auch Therapiehunde und Suchhunde aller Art.

Die Öffentlichkeit ist in vieler Hinsicht kritisch: Hunde bellen, beißen, müssen die Straße als Toilette benutzen. Manche Hundebesitzer versuchen, mit ihren großen und „scharfen" Hunden ihre Mitmenschen zu dominieren oder einzuschüchtern. Manche Hunde raufen gern. Wir wissen, die Ursachen liegen vorwiegend am anderen Ende der Leine. Warum also nicht öffentliche Vorträge und Diskussionen über das richtige Verhalten als Hundehalter? Über die Kommunikation und das Verhalten beim Kontakt mit fremden Hunden? Auch im Fernsehen sind Hunde wenig präsent, und über Hundeausstellungen ist die Medienberichterstattung mehr als dürftig.

Hundeausstellungen als unverzichtbare Chance
In der heutigen Zeit dürften Hundeausstellungen nicht länger nur das Anliegen einer Minderheit sein, sondern unbezahlbare Gelegenheiten, der Allgemeinheit unseren Kumpan aus dem Tierreich nahe zu bringen. Zu viel erschwert den Erfolg dieses Vorhabens: unberechenbare Behörden, Politiker, Gesetzgeber, Medien, Klimawandel usw. machen uns Hundehaltern immer wieder Probleme und Sorgen, die Umwelt wird für Hunde auch nicht besser, und schließlich sind soziale Faktoren (wie Leben als Single oder Kleinfamilie, Reisetätigkeit usw.) ebenfalls der Hundehaltung mehr als hinderlich.

Fazit: Hundeausstellungen sind unverzichtbar, aber sie müssen positive und wirksame Auswirkungen auf die Rassehundezucht und auf die Öffentlichkeit haben.


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Die Hundeausstellung der anderen Art (gratis lesen)

Jedes Jahr, Ende Oktober, feiern die Amerikaner Halloween. Tausende Kinder ziehen von Haus zu Haus und betteln um Kekse und andere Süßigkeiten. Mit dabei haben sie ausgehöhlte Kürbisköpfe, in welchen ein Kerzlein leuchtet, das schaurige Schatten wirft.

Hundemaskerade
In Niles, eine kleine Stadt im US-Bundesstaat Illinois, wird Halloween etwas anders gefeiert. Eine Maskerade für Hunde ist jedes Jahr DER Spaß für Hunde, Kinder und Erwachsene. Teilnahmeberechtigt ist jeder Hund, ob mit oder ohne Stammbaum. Hauptsache, es macht Spaß. Mit viel Phantasie und Freude werden Kostüme entworfen und dem vierbeinigen Liebling angepaßt.

Die Hundebiene
Von einfachen Kostümen bis zu ausgefallenen Ideen war alles vertreten. Sieger der Maskerade wurde „Dog Bee“, die Hundebiene, gefolgt vom „Shar-Pei-Patriot“.



























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SILVESTERLAUF 1998 (gratis lesen)

Am 31. 12. 1998 fand bei trockener Witterung und -3° C die 22. Auflage des Internationalen Wiener Silvesterlaufes rund um die Wiener Ringstraße statt. Die Länge betrug 5,4 km, insgesamt kamen 2200 Teilnehmer aus 17 Nationen.
An dieser internationalen Laufsportveranstaltung - abgesehen vom Wien-Marathon ist das eine der größten Laufsportveranstaltungen in Österreich (veranstaltet vom LCC Wien) - war es möglich, neben einigen Promis wie Formel-1-Star Alexander Wurz, mit dem Hund in einer eigenen Hundewertung mitzulaufen. Mit meiner 3 Jahre alten Sibirian Husky Hündin „LYNN“ habe ich teilgenommen und kam nach einer tollen Ringrunde unter dem Applaus vieler Zuschauer als insgesamt 417. und 3. in der Hundewertung in das Ziel bei den Ringstraßengalerien. Insgesamt kamen 15 Rennhunde in die Wertung.
Während des gesamten Laufes spürte ich die riesige Freude meines Hundes über diese Aufgabe. Durch die Anfeuerungen tausender Zuschauer rund um die Ringstraße lief meine Sibirian Husky Hündin mit einer unglaublichen Begeisterung ein wirklich tolles Rennen. Ein Interview mit mir und „mit meinem Hund” wurde im Fernsehen gezeigt.

Das Resümee
Der 22. Internationale Silvesterlauf 1998 in Wien war für Hund und Herrl eine wirklich gelungene Veranstaltung und wir freuen uns auf Silvester 1999.








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Sportler und Hundefan

Seit über 3 Jahren besitzt Ing. Fritz Wurzberger eine Siberian Husky Hündin. Die Eltern seines Hundes sind reinrassige Huskies, leben in einem Zwinger und laufen mit ihrem Musher seit vielen Jahren bei den jährlichen Weltmeisterschaften im Vierergespann für reinrassige Schlittenhunde mit. Seine Hündin LYNN ist also nach ihrer Abstammung ein „Vollblutschlittenhund“.
Kurz nachdem der kleine Hund in sein Zweifamilienhaus mit Garten einzog, baute der Manager eines amerikanischen Pharmaunternehmens in die Haus- und Wohnungstüren Hundeklappen ein. So konnte sich seine Husky Hündin selbst aussuchen, ob sie im Haus oder im Garten sein wollte. Im Garten stand für sie eine Hundehütte mit Flachdach, wobei sie sich aber stets auf dem Dach und nie in der Hütte aufhielt.

Auch Huskies lieben’s warm …
Bald stellte sich heraus, daß die junge Hündin an kalten, regnerischen, windigen Tagen wenig in den Garten ging und sich fast den ganzen Tag lieber im Haus aufhielt. An schönen, sonnigen und warmen Tagen blieb sie den ganzen Tag im Garten und lag während der Sommermonate oft stundenlang in der prallen Sonne. Im Urlaub in Italien buddelte sie mit unsagbarer Ausdauer Löcher in den heissen Strand. Ihr Verhalten hat sich bis heute nicht verändert. Fritz Wurzberger: „Wenn meine Frau an kalten, windigen Tagen zu Mittag von der Schule nach Hause kommt, schläft unsere Lynn genüsslich auf der Sitzbank im warmen Wohnzimmer.“
„Wenn sich Huskys, wie das Beispiel meiner Hündin zeigt, es sich aussuchen können, wo sie sich aufhalten, wird sich herausstellen, dass nicht alle Huskys „kälteliebend“ sind und daher nur in der Kälte „artgerecht“ gehalten werden wollen“. Um aber keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Die Hündin von Fritz Wurzberger ist nicht faul oder „verweichlicht“. Das Hobby von Fritz ist das Marathonlaufen, wofür er das ganze Jahr über trainiert. So lauft er zusammen mit seiner Hündin regelmäßig mehrmals pro Woche und kommt auf einen Wochenschnitt von ca. 50 km bei Einzelstrecken von 15km. In der unmittelbaren Marathonvorbereitung laufen die beiden dann auch mehrmals 25km am Stück. Die Laufgeschwindigkeit des Mensch-Hunde-Teams liegt zwischen 12 und 13 km/h.

So richtig „fetzen“ …
„Von Zeit zu Zeit lasse ich meine Husky Hündin am Fahrrad richtig ´fetzen`. Sie erreicht dabei - nach ihrer Lust und Laune - eine Spitzengeschwindigkeit bis zu 40 km/h.“ Fritz Wurzberger legt großen Wert darauf, daß seine Hündin beim Laufen und Radfahren nicht am Hals angebunden ist, sondern ein eigenes Laufgeschirr trägt. „Die einmalige Faszination, die Liebenswürdigkeit, die von meiner Husky Hündin ausgeht, hat mich total in ihren Bann gezogen. Der Hund ist ein Teil meines Lebens geworden. Ich fühle mich nicht als Besitzer oder Hundhalter, sondern als Partner für meinen Hund. Da ich mein Hobby mit dem Bewegungsdrang meines Hundes verbinden kann, bin ich sicher, dass ich ein partnerschaftliches Verhältnis Mensch-Hund in idealer Weise erlebe.“

Übrigens: Sie können Fritz Wurzberger auch auf seiner homepage besuchen: www.kronline.at/fritz.wurzberger



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Neuigkeiten und die Top 10 (gratis lesen)

So wie jedes Jahr, war WUFF auch bei der diesjährigen Tullner Hundeschau des ÖKV vor Ort, und der rote Stand war für viele Hundeinteressierte bereits ein fixer Treffpunkt geworden. „Treffen wir uns beim WUFF-Stand" war häufig zu hören. Und sie trafen sich: Österreichische und deutsche Hundebesitzer und Aussteller, sowie Italiener und in letzter Zeit zunehmend auch Aussteller aus unseren östlichen und südöstlichen Nachbarländern. Da das Wetter passte, war auch ein sehr großer Publikumsandrang, der zusammen mit über 3.000 ausgestellten Hunden diese Ausstellung wieder zur größten österreichischen Hundeschau machte.

Vital und gesund
Mit Aufmerksamkeit und Anerkennung registrierten Tierschützer in der Presseaussendung des ÖKV folgenden Satz: „Ein internationales Richterkollegium aus über 10 Nationen wird bei dieser Ausstellung aus 240 Rassen die vitalsten und schönsten Hunde auswählen" (Anm.: Hervorhebung durch Red.). Da die auf den Ausstellungen prämierten Hunde üblicherweise vermehrt in der Zucht eingesetzt werden, kommt dem Attribut Vitalität, das in dieser Klarheit erstmalig so ausgesprochen wird, eine große Bedeutung zu.

Gegen einseitige Auslegung des Rassestandards
Ebenso wichtig ist eine Initiative der Hundedachverbände Österreichs (ÖKV), Deutschlands (VDH), der Schweiz (SKG), Hollands, Luxemburgs (UCHL) und Polens, die in einem im Juni 2001 an Ausstellungsrichter übermittelten Faltblatt auf deren große Verantwortung hinweist: „Sie können sehr leicht dazu beitragen, dass ein Hund zur Plage wird, indem Sie Merkmale einer Übertypisierung dulden oder gar fördern, welche gesundheitliche Schäden oder Wesensmängel zur Folge haben können." Eine klare Aussage, die vor nicht zu langer Zeit noch undenkbar gewesen wäre. „Oftmals können die hervorgerufenen Leiden gravierend sein, dann nämlich, wenn die Zucht-/Ausstellungsrichterinnen und -richter durch die einseitige Auslegung des Rassestandards dazu beitragen und sie somit Übertreibungen fördern, welche der Gesundheit und Funktionalität abträglich sein können."

Die Richter werden auch auf die große Bedeutung ihrer Bewertung für die genetische Grundlage der Hundezucht hingewiesen, und es werden in weiterer Folge auch konkrete Angaben zu den kritischen Merkmalen gemacht.

Spannendes Finale um die EURODOG 2005
Eine brandneue Information: Am 29.9.2001 wurde in Budapest in einer geheimen Abstimmung der Europasektion der FCI (Federation Cynologique international) Österreich als Austragungsort der EURODOG 2005 gewählt, eine besondere Auszeichnung für unser Land und den Organisator ÖKV (Österr. Kynologenverband), vor allem wenn man bedenkt, dass Österreich erst vor wenigen Jahren eine EURODOG ausgerichtet hat. Es war spannend bis zum Schluss. Als Bewerber um die Austragung kamen neben Österreich auch Finnland, Kroatien, Slowakei und Ungarn in die engere Wahl der FCI-Funktionäre. Österreich und Ungarn, die 1996 gemeinsam die Welthundeausstellung veranstaltet hatten, kamen schließlich ins Finale, das Österreich mit 17 zu 7 Stimmen für sich entschied.

Hundehitparade 2001
Wie jedes Jahr präsentieren wir Ihnen wieder die Hundehitparade 2001, die auf den Meldezahlen der Hunderassen dieser Ausstellung basiert (s. Kasten). Während im Vorjahr (s. WUFF 11/2000) mit je 94 gemeldeten Hunden Schnauzer und Dackel die Liste anführten, fiel dieses Jahr der Dackel mit 83 Exemplaren (aller Varietäten) auf Platz 3 zurück. Der Schnauzer blieb - sogar mit 1 Hund mehr als im Vorjahr, also mit 95 - heuer unangefochten an der Spitze. Seinen vorjährigen zweiten Platz konnte der Golden Retriever auch dieses Jahr halten und der Vorjahrsdritte, der Deutsche Schäferhund, fiel dieses Jahr mit 46 Hunden auf den 7. Platz zurück. Absteiger des Jahres war neben dem DSH (von 66 auf 46 Hunde) auch der American Staffordshire Terrier, der im letzten Jahr mit 31, diesmal aber nur mehr mit 19 Hunden auftrat, sichtbares Ergebnis der medialen „Dampfwalze".




>>> HUNDEHITPARADE: TOP 10


Die Zahlen beziehen sich auf die Meldezahlen der Hunderassen auf der Ausstellung.

1. Schnauzer (3 Var.) 95
2. Golden Retriever 87
3. Dackel (alle Var.) 83
4. Labrador Retriever 52
5. Dogge 51
6. English Cocker Spaniel 47
7. Deutscher Schäferhund 46
8. Tibet Terrier 43
9. Siberian Husky 42
10. Chihuahua 39
      Dobermann 39

 


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Fachmesse der neuen Art (gratis lesen)

Die Fachmesse für Zoofachhändler, zu der am Wochenende 16./17. März drei große Aussteller luden, war Information und Spaß pur. Die Firmen Karlie (Hundezubehörartikel), Eukanuba (Hundenahrung) und JBL (alles rund um Fisch & Aquarium) bewiesen auf der Messe in Wels (O.Ö.) Mut und Innovationsfreudigkeit. Man wollte in Österreich etwas Neues auf die Beine stellen. Und das gelang dann auch.

Travestie und Andy Lee Lang
Auf einer Zoofachhandelsmesse erwartet man Informationen aus erster Hand über neue Trends und neue Produkte. Und wenn das Ganze dann noch in ein Event verpackt ist mit dem österreichischen „Ambassador of Rock´n Roll" Andy Lee Lang und der Travestiegruppe „Manne-quins", dazu einem guten Buffet, einem Gewinnspiel und einem Casinotisch der Casinos Austria, dann kann man nicht mehr nur von einer Messe sprechen … Wir haben uns zunächst fachlich informiert: Bei Eukanuba war die Ernährung bei großwüchsigen Rassen ein wichtiges Thema, und bei Karlie fanden wir neue Hundeboxen in drei Größen, ideal für Camping und Urlaub und als Flugbox zugelassen. Oder zwei „Fußbälle" für Hund und Halter. Durch die Griffmöglichkeiten auf dem Ball kann auch Wuffi mitspielen und sich den Ball schnappen … Bei den Fischen fühlten wir uns allerdings nicht so kompetent - ein Aquarium soll viel Spaß, aber wenig Arbeit machen, und da scheint es bei JBL viele Hilfen zu geben.

Workshops und Spaß
Zu verschiedensten Themen gab es darüber hinaus Workshops, die gut besucht waren und Fortbildung pur boten. Gegen Abend war die Stimmung dann als richtig gemütlich zu bezeichnen, wobei das angenehme Ambiente dieser Ausstellung mit perfekter Ton- und Lichtanlage viel dazu beitrug. Als dann die Travestieshow-Gruppe „Manne-quins" auftrat, wurde es so richtig heiß! Die österreichische Gruppe von internationalem Format sprühte nur so von Witz und Können und bezog auch das Publikum in die Veranstaltung mit ein. Auch WUFF-Herausgeber Dr. Mosser wurde nicht verschont. Gnadenlos holte ihn eine blonde Schöne auf die Bühne, und ehe er sich´s versah, sprang sie an ihm hoch, und er hielt sie in seinen Armen. Nun, Spaß muss sein und man ist ja kein Spielverderber. So lacht man dann auch trotz dieses „Frontalangriffes" …

Als anschließend der österreichische Rock´n Roller Andy Lee Lang auftrat, bebte die Messehalle. Viele Damen und Herren im Businesslook fühlten plötzlich wieder ihre Jugend im ganzen Körper, und so wurde wild gerockt und gerollt … Einige Fotos sollen das neuartige Messe-Event dokumentieren und wir beglückwünschen die Veranstalter zu diesem Mut zur Innovation in Österreichs Messewesen!

 


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Graz wedelt: Hundeausstellung in Graz (gratis lesen)

Gemütlichkeit
WUFF war diesmal bereits das dritte Mal dabei, wenn es hieß: „Graz wedelt". Und immer wieder fällt uns auf, dass in Graz eine gewisse Gemütlichkeit herrscht, eine ruhige und angenehme Atmosphäre. Man hat das Gefühl eines großen Familientreffens. Nicht dazu passte aber ein italienischer Beaglebesitzer, der seinen Rüden permanent an alle Ausstellungsstände markieren ließ, seinen Hund mit weißer Kreide „verschönte" und sich auch im Ring sehr unsportlich verhielt. Schließlich erhielt er auch ein Jahr Ausstellungsverbot in Österreich, da er zu guter Letzt auch noch handgreiflich wurde.

Der große Auftritt
Die Ausstellung war - wie jedes Jahr - sehr gut organisiert und alles lief reibungslos ab. Mit besonders viel Hingabe wurden die Pudel frisiert und man sah ihnen regelrecht an, dass sie wie professionelle Stars auf ihren großen Auftritt warteten. Besonders spassig stellte sich ein „g´standener" Mann mit Steireranzug ins Rampenlicht, indem er einen seidig glänzenden Malteser präsentierte und nicht - wie erwartet - eine steirische Brandlbracke, denn nicht umsonst heißt es „Dogshow". Apropos Dogshow, in Graz hat sich auch eine neue Internet-Plattform für Internationale Hundeausstellungen präsentiert, auf der man die Sieger sowie viele Actionfotos bewundern kann. Zu finden unter www.dogshow.at .

Mit ob des großen Engagements schließlich erschöpften Ausstellern und erleichterten Veranstaltern ging die Hundeausstellung in Graz zu Ende. Die große Hundefamilie trifft sich wieder in Graz am 1./2. März 2003, wenn es heißt: „Hundeausstellung bei Freunden".


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Die schönsten Hunde in Tulln (gratis lesen)

Bei den am häufigsten ausgestellten Hunden blieben im „Führungstrio" zwar die selben drei Rassen wie im Vorjahr (siehe WUFF 11/2001), innerhalb der drei gab es aber eine kleine Verschiebung: Der Dackel rückte vom 3. auf den 1. Platz, der Golden Retriever blieb am 2. Platz, und der Schnauzer kam von Rang 1 auf nunmehr Rang 3.

Pudel und Hovawart im Kommen
Der Golden Retriever behielt seinen guten 2. Platz, während der Labrador Retriever von Platz 4 auf 5 rutschte. Neu in die Top Ten kam dieses Jahr der Pudel, und das mit allen seinen Varietäten gleich auf Rang 4! Die deutschen Doggen in allen Farben rutschten um einen Platz zurück auf Rang 6, während der Deutsche Schäferhund seinen 7. Platz behalten konnte. Der Chihuahua verbesserte sich vom 10. Platz auf den 8. Ebenfalls neu unter die Top Ten kam der Hovawart auf Platz 9, während der English Cocker Spaniel vom 6. Platz auf den 10. zurück rutschte.

Zuschauerzahlen bei Hundeschauen nehmen zu
Die professionelle Organisation dieser größten Hundeschau des Österreichischen Kynologenverbandes (ÖKV), geleitet von Ing. Silvia Radnetter, bekam auch das Wetter und das Publikum, das sie verdiente: Es schien die Sonne, und der Besucherandrang war so stark wie schon lange nicht mehr. Ist die Bedeutung des Hundes vielleicht wieder im Steigen?

Viele Aussteller der Hunde waren diszipliniert und hielten sich auch an die vom ÖKV verlangten Regeln, wie das Verbot von Sprays, Färben, Kreiden, Föhnen, Wickeln der Haare sowie längeres Verweilen des Hundes am Trimmtisch mit Galgen. Dass dann doch nicht allzu Wenige, insbesondere unter den italienischen, slowakischen, ungarischen und slowenischen Ausstellern, diese Regeln missachteten, konnte leider viel zu selten geahndet werden. Aufgeregte Besucher kamen zum WUFF-Stand, um solche Missstände zu melden, und wurden dort einerseits an die zuständige ÖKV-Ausstellungsleitung verwiesen, während andererseits WUFF-Leute zu den beschuldigten Ausstellern gingen, die dann aber häufig rechtzeitig ihre Utensilien eingepackt oder die Hunde entfernt hatten.

Noch immer viele kupierte Hunde
Ein weiterer Missstand war ganz auffällig. Während im übrigen zivilisierten Europa das Kupieren bereits weitgehend komplett verboten wurde (in der Schweiz gibt es seit Juni 2002 überhaupt schon ein absolutes Einreiseverbot für Schweizer mit kupierten Hunden), findet man in Österreich noch immer unglaublich viele kupierte Hunde, seien es Schnauzer, deutsche Pinscher oder American Staffordshire Terrier. Und zwar nicht nur ältere Hunde. Und auch ganz offensichtlich erkennbare gesteigerte Aggression war für den Richter einer bestimmten Rasse kein Grund, seinen „Liebling" nicht trotzdem zum Sieger zu küren. Andererseits aber gab es wirklich engagierte Ausstellungsrichter, die sich der Bedeutung ihrer Aufgabe sehr bewusst waren und sie dementsprechend ernst nahmen. Es sind nur diese Richter, die letztlich die Zukunft von Hundeausstellungen sichern, während jene, welche aggressive Hunde oder exzessive Übertreibungen von Rassemerkmalen fördern, gegen die im Juni des Vorjahres von ÖKV, VDH, SKG u.a. Hundedachverbänden herausgegebene Empfehlung handeln, nach der Merkmale einer Übertypisierung nicht geduldet werden sollten, da sie gesundheitliche Schäden oder Wesensmängel zur Folge haben können.

Überblick und Information
Wenn man also von diesen Kritikpunkten - und dieser sind sich die meisten Funktionäre sehr wohl bewusst - absieht, dann war diese Hundeschau wirklich ein großer Erfolg und zeigte die seriösen Bemühungen vor allem der österreichischen, deutschen und ungarischen Züchter um eine gute Weiterentwicklung der jeweiligen Hunderassen. Die Besucher gewannen einen guten Überblick über Hunderassen und konnten sich bei den vielen Vereinsständen genauer informieren. Und viele WUFF-Leser nutzten die Gelegenheit zum Gespräch am WUFF-Stand, wo uns rasch die Stühle knapp wurden …


>>> HUNDEHITPARADE: TOP 10


Die Zahlen beziehen sich auf die Meldezahlen der Hunderassen auf der Ausstellung

1. Dackel (alle Var.) 97
2. Golden Retriever 96
3. Schnauzer (3 Var.) 84
4. Pudel 65
5. Labrador Retriever 63
6. Deutsche Doggen 57
7. Deutscher Schäferhund 55
8. Chihuahua 53
9. Hovawart 44
10. English Cocker Spaniel 42


 


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Jährliche Tierarzttagung der VÖK (gratis lesen)

Dass die Erkrankungen und die Therapie der Katze nicht denen kleiner Hunde entsprechen, zog sich durch viele der von erstklassigen Vortragenden abgehaltenen Seminare. Die unterschiedliche Anatomie ebenso wie Physiologie (Wissenschaft von den Funktionen des Organismus) bedingen bei der Katze andere Methoden als beim Hund. Eine Katze ist also nicht einfach als kleiner Hund anzusehen. Beispielsweise weicht der Leberstoffwechsel der Katze deutlich von dem des Hundes ab, oder differiert die Keimbesiedelung des Katzendünndarms von der des Hundes.

Unterschiedliche Ernährungsanforderungen von Hund und Katze
Tierarzt Mag. Wolfgang Kreil erläuterte die Unterschiede in der Ernährung von Hund und Katze. So benötigen Katzen mehr Eiweiß und deutlich mehr Fett als Hunde. Auch der Vitamin A-Bedarf der Katze ist doppelt so hoch. Dies hat den Grund darin, dass der Hund sich das Vitamin A aus den Vorstufen, den Carotinoiden, selbst synthetisieren kann, was die Katze nicht kann. Daher ist Vitamin A im Futter für die Katze lebenswichtig. Und während Zuckerzusatz für den Hund das Futter schmackhafter macht, ist der Zuckergehalt der Nahrung für den Stubentiger bedeutungslos. Interessant auch die Information, dass tierisches Gewebe als Futter für die Katze lebensnotwendig ist, während dies beim Hund nicht der Fall ist. Abgesehen vom Umstand, dass eine vegetarische Ernährung von Hund und Katze ethisch nicht vertretbar ist, führt eine solche bei der Katze jedenfalls zum Tode. Auch in der Darbietung des Futters gibt es Unterschiede: Während der Hund beim Futter nicht auf Abwechslung besteht, eine regelmäßige gleichförmige Futterform daher möglich ist, bevorzugt die Katze sehr wohl Abwechslung und liebt neue Varietäten, legt sich aber auch gerne auf bestimmte Sorten fest. Auch die Textur des Katzenfutters ist von sehr großer Wichtigkeit, während es dem Hund weniger auf die Konsistenz seines Futters ankommt. Und bekanntermaßen schlingt der Hund sein Futter sehr rasch, im Gegensatz zur Katze, die eine häufigere Futteraufnahme vorzieht.

Tierpsychologie bei der Katze
Denise Seidl, Master of Veterinary Science und Tierpsychologin in Wien, referierte über die Verhaltensstörungen der Katze aus tierpsychologischer Sicht. Seidl: „Die Tierpsychologie befasst sich weniger mit dem ‘Durchschnitts- oder Normalverhalten’ einer Tierart, als vielmehr mit den individuellen Erscheinungen im Verhalten eines bestimmten Tieres." Als Hauptaufgaben der Tierpsychologie nennt Seidl die Beratung bei der Anschaffung eines Tieres, die Information über artgerechte Tierhaltung, die Optimierung der Mensch-Tier-Beziehung, sowie die Beratung bei Verhaltensproblemen.

Über die räumlichen Minimalanforderungen gibt es keine ausreichenden wissenschaftlichen Untersuchungen, doch nennt Seidl als unterste Raumgrenze für eine reine Wohnungskatze eine Zweizimmerwohnung. Einer ausreichend strukturierten Raumqualität kommt umso größere Beachtung zu, je kleiner das Raumangebot ist. Für viele Wohnungskatzen ist das größte Problem die Langeweile. Sie gilt es zu verhindern. Das Fehlen von Dingen, welche die Katze tun oder sehen kann, ist für sie eine Hauptursache von Stress.

Verhaltensstörung und unerwünschtes Verhalten
Wie Tierpsychologin Seidl weiter ausführte, bezeichnet man als Verhaltensstörung ein von der Norm abweichendes Verhalten, wobei die Begriffe „Norm" und „normal" aber äußerst ungenau und dehnbar sind. Daher ist es fast unmöglich festzustellen, welches Verhaltensmerkmal noch innerhalb der sog. Norm des Verhaltensrepertoires einer Tierart liegt. Unerwünschtes Verhalten hingegen ist ein für die Tierart normales Verhalten, das aber den Halter des Tieres stört.

Verhaltensstörungen entstehen, wenn sich Tiere nicht mehr an veränderte extreme Umweltbedingungen anpassen können. Diese „aktualgenetisch erworbenen Verhaltensstörungen" entstehen durch räumlich beengte oder reizarme Haltung, durch Stereotypien von Bewegungsmustern (siehe Kasten auf Seite 30), und durch traumatische Verhaltensstörungen nach Lernprozessen. Nach der klassischen Theorie der Konditionierung werden negativ belegte Reize mit bestimmten Situationen verbunden. Tiere bilden Assoziationen der Furcht in Zusammenhang mit Gegenständen oder Ereignissen, welche ihnen in der Vergangenheit Angst bereitet haben.

Auslösende Kausalfaktoren für Verhaltensstörungen der Katze sind laut Tierpsychologin Seidl großteils unzureichende Fürsorge- und Haltungsbedingungen, falsch aufgebaute Interaktionen zwischen Tier und Mensch, falsche Anforderungen des Menschen dem Tier gegenüber und mangelhafte Kenntnisse über das natürliche Verhalten der Tiere und artgerechte Haltung. In weiterer Folge erläuterte die Tierpsychologin konkret verschiedene Verhaltensstörungen und gab Tipps zu deren Therapie (Info: www.tierpsychologie.at).

Katzen schnurren auch zur Heilung
Schließlich war auch die Information, dass Katzen nicht nur bei Wohlbefinden schnurren, vielen Tagungsteilnehmern neu: Verschiedenste Beobachtungen und Forschungsergebnisse haben bewiesen, dass die Katze auch bei Missbefinden schnurrt und um Missbefinden zu vermeiden, wie etwa in Angstsituationen, zum Stressabbau und in verletztem Zustand, sowie in den Geburtswehen und in der Todesstunde. Weiters präsentierte Seidl neueste wissenschaftliche Ergebnisse, nach denen die beim Schnurren erzeugten Schallwellen Heilprozesse in Organen und Knochen auslösen. So hätten Aufzeichnungen des Schnurrens von Katzen und deren Analyse gezeigt, dass beim Schnurren Frequenzen auftreten, die direkt in den das Knochenwachstum stimulierenden Bereich fallen.

Update zum Mikrochip bei Hund und Katze
Ein Update zum Thema der eindeutigen Kennzeichnung von Tieren mittels Mikrochip brachten Dr. Edinger (Fa. Virbac) und Dr. Müller (Tierarzt in Krems). Das EU-Parlament wird demnächst über den Entwurf der EU-Kommission vom 21.6.2001 abstimmen, nach dem für alle Hunde und Katzen, die innerhalb der EU verbracht oder die importiert werden, eine Kennzeichnung mittels Mikrochip verpflichtend sein soll. Im Falle einer Zustimmung des EU-Parlamentes sei diese Verordnung für alle Mitgliedsländer bindend und würde die Grundlage einer generellen Chip-Kennzeichnungspflicht von Hunden darstellen.

Rund 700 in- und ausländische Tierärzte und Tierarzthelferinnen nutzten die angebotenen Vorträge und Seminare, sowie die ebenfalls in der Salzburger Paris-Lodron-Universität stattfindende Veterinärfachmesse, wo neueste Produkte rund um die Tiermedizin vorgestellt wurden. Die große Beteiligung der Kleintiermediziner zeigt jedenfalls, dass sich Hunde- wie Katzenhalter auf die fachliche Kompetenz ihres Tierarztes verlassen können.


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Stereotypien

Die Wiener Tierärztin und Tierpsychologin Denise Seidl hielt auf der VÖK-Tagung einen viel beachteten Vortrag zum Thema Tierpsychologie und Verhaltensstörungen.

Stereotypien sind zu den Verhaltensstörungen zu zählen und sind ständige, gleichförmige Wiederholungen von Verhaltensweisen oder Lautäußerungen, die keine offensichtliche Funktion haben. Stereotypien können in folgenden Funktionskreisen gezeigt werden: Fellpflege (Selbstbelecken, Haarekauen), Nahrungsaufnahme (Wolle-Saugen, übermäßiges Fressen und Trinken), Lautäußerungen, Lokomotorisches Verhalten (Hin- und Herlaufen, Schwanzzucken), Halluzinatorisch (Starren, Beutejagen oder -suchen), Selbstverstümmelung durch Beißen in den Schwanz oder die Füße.


 


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Der Silvesterlauf (gratis lesen)

Österreichs größter Silvesterlauf weist die wahrscheinlich attraktivste Streckenführung aller europäischen Silvesterläufe auf. Der vom LCC Wien organisierte Wettbewerb führt um die prächtige Wiener Ringstraße, ist 5,4 Kilometer lang und wird im Uhrzeigersinn einmal durchlaufen. Start und Ziel befinden sich bei den Wiener Ringstraßengalerien. Die Strecke ist im wesentlichen eben, hat  im Bereich der Oper eine leichte Steigung und ein leichtes Gefälle am Schottenring.

Der mit hochkarätigen Spitzenläufern gut besetzte Silvesterlauf bot Tausenden Hobbyläufern die Gelegenheit für einen sportlichen Jahresausklang. Fast 4000 Teilnehmer machten den Wettbewerb zu einem großartigen Läuferspektakel. Bei +1 °C und pünktlich um 11 Uhr nahmen die Läufer die für den Autoverkehr abgesperrte Ringstraße in Angriff. So wie jedes Jahr gab es wieder eine eigene Hundewertung, wobei heuer bereits mehr als 90 Hunde am Start waren!

Mit  meiner 6 Jahre alten Sibirian Huskyhündin Lynn war ich wieder dabei. Durch die seit Jahren praktizierte „Champion Chip Nettozeitnahme“ (jeder Läufer löst mittels eines am Laufschuh festgebundenen Computerchips seine eigene Start-  und Zielzeit aus) gab es trotz der vielen Teilnehmer kaum Drängeleien, und das Starten mit dem Hund aus dem Hauptfeld gelang problemlos. Vom Start gut weg gekommen, erreichten wir bald unser eintrainiertes Renntempo. Mein Huskymädchen war mit Begeisterung dabei und  leistete als „pacemaker“ ganze Arbeit. Nach einer guten Ringrunde und unter dem Beifall vieler Zuschauer liefen wir mit einer Zeit von 24:36 durch  das Ziel bei den Wiener Ringstraßengalerien.
Im Klassement erreichten wir  den 625. Gesamtrang und in der Hundewertung in meiner Altersklasse  den 2. Platz. Die Hundewertung hat Mathias Schreiner mit seinem Beagle Bennie gewonnen. Bei der anschließenden Siegerehrung wurden alle teilnehmenden Hunde mit einem Knackwurstkranz ausgezeichnet.


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Graz darf alles! (gratis lesen)

Nicht ohne Grund hat der Veranstalter dieser Hundeausstellung, der Präsident des steirischen Hundesport-Klubs, Mag. Gerd Weiß, erst kürzlich aus der Hand von Frau Landeshauptmann Dr. Klasnic das Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark erhalten (WUFF berichtete). Übrigens die erste Auszeichnung für das Hundewesen seit 1945 – gerade in Zeiten wie diesen! Zeigt dies doch, dass dem Hundewesen in der Steiermark eine nicht geringe Bedeutung beigemessen wird. Und so war die erste österreichische Hundeausstellung dieses Jahres auch tatsächlich etwas ganz Besonderes.

Hundepfoten auf Teppichen
Es ist – zumindest für österreichische Verhältnisse – nicht ganz selbstverständlich, dass die Ausstellungsringe mit Teppichen ausgelegt sind. Keine rutschigen Böden, die Hunde danken´s dem Veranstalter … Und auch die Präsentation der verschiedenen Hunderassen durch Ing. Kurt Radnetter erfolgte – wie immer – spannend, professionell und mit „Wiener Charme“ auf steirischem Boden. Überall spürte man Begeisterung – sowohl eine „kynologische“ wie auch eine „canine“, bei Mensch und Hund gleichermaßen. Es hat ja wirklich eine ganz besondere Atmosphäre, dieses Graz. Ein sehr persönliches Ambiente, das sich mittlerweile weit herumgesprochen haben muss, kamen Aussteller sogar aus Dänemark und Portugal.

Kupieren in Österreich noch immer „in“?
Erstaunlich und traurig war aber die große Anzahl kupierter Hunde, darunter viele junge, wenngleich nicht nur aus Österreich, sondern auch aus Slowenien, Ungarn oder Tschechien. Wenn man weiß, dass Schweizer mit einem kupierten Hund mittlerweile nicht mehr in ihr Land einreisen oder in Deutschland auf VDH-Hundeausstellungen kupierte Hunde nicht mehr ausgestellt werden dürfen, dann macht Österreich hier – trotz §15a-Ländervereinbarung, nach welcher das Kupieren (mit Übergangsfristen je nach Bundesland!) verboten sein soll – ein unrühmliches Bild. Schade, dass nicht auch in Österreich die Kynologie dies selbst in die Hand nimmt – so wie beispielsweise der deutsche VDH mit einem Ausstellungsverbot kupierter Hunde. Durch fehlende Eigenentscheidungen werden kynologische Angelegenheiten dem Staat und seinen Gesetzen überlassen.

Voller Erfolg!
Abgesehen von diesem Wermutstropfen – den auch manche ÖKV-Funktionäre WUFF gegenüber bedauerten – war die Hundeausstellung in Graz aber ein voller Erfolg! Gut vorbereitet durch eine intensive Medienarbeit des Organisators Gerd Weiß nutzten auch viele Steirer und Kärntner die Gelegenheit, insgesamt 2.376 Hunde aus 250 Rassen aus über 20 Ländern kennen zu lernen. Auch viele „ÖKV-Promis“ sah man, und auch die prominente Tierschützerin der Krone-Tierecke, Maggie Entenfellner, besuchte den WUFF-Stand, wie immer in erster Linie wegen Toni, dem WUFF-Redaktionshund …



>>> WUFF - INFORMATION


Hundeausstellung Graz 2004

Besuchen Sie WUFF auch im nächsten Jahr wieder in Graz!
Schaun’s vorbei auf einen Kaffee … am WUFF-Stand!
- Hundeausstellung Graz
- 6./7. März 2004

Nähere Informationen erhalten Sie bei:
Steirischer Hundesport-Klub,
A-8020 Graz, Annenstraße 66
Tel. +43 (0)316/71 17 03, Fax +43 (0)316/711 01 74,
E-Mail: gweisz@aon.at



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Hundeausstellung in der Hundehauptstadt (gratis lesen)

Samstag, 29. März 2003, 8 Uhr. Die Tore öffnen sich und schon rattern die Kennelboxen auf Rädern durch die Hallen. Jeder Aussteller versucht, einen guten Platz an seinem Ausstellungsring zu bekommen. In Windeseile schießen die „rollenden Hunde“ am WUFF-Stand vorbei, außer den Kleinen – die schweben auch schon mal in einer Hundetasche daher. WUFF-Redaktionshund Toni ist dann ganz verwundert, wenn „beinlose“ hundeartige Wesen einen halben Meter über dem Boden an ihm vorbei schweben – und frech herschauen …

Wie weiß kann ein Ausstellungshund werden?
Während die „Kurzhaarer“ gelassen neben ihren Frauchen und Herrchen herschlendern, müssen viele ihrer langhaarigen Genossen schon längst auf ihren Tischchen sitzen, wirken wie festgeklebt. Nein, nicht wirklich, es sei denn, eine Haarspray-Dose will und will einfach nicht mehr aufhören zu sprühen. Bei manchen Tischen kommt es mir vor, als wäre ich in einem Werbespot für Waschpulver. Still frage ich mich, wie weiß ein Hund eigentlich sein kann. Weißer als Schnee – dank Puder!

WUFF-Kekse für alle!
Am WUFF-Stand gibt es – wie immer auf den Ausstellungen – starken, typischen Wiener Kaffee und dazu Kekse. Ein „Berliner Mädl“ verteilt WUFF-Gratishefte und Redaktionshund Toni unterhält währenddessen seine Fans, die ihn zahlreich besuchen. So auch ein Junge, der sich hinkniet und Toni streichelt – nicht ohne vorher um Erlaubnis zu fragen. Ich biete ihm einen Keks an, worauf er meint: „Wir sind aber sechs!“ Ich entgegne ihm, dass ich diesen Trick schon kenne, gebe ihm aber trotzdem eine Hand voll Kekse mit. Wenige Minuten später steht der Junge wieder da – mit seinen fünf Brüdern. Also hier der Beweis. Wir sind sechs! Minutenlang tummeln sich die sechs Brüder um Toni und knuddeln, knuddeln, knuddeln ihn. Noch schnell ein Gruppenfoto und weg sind sie wieder, die Sechs.

Gute Organisation
Alles in allem eine gelungene und gut organisierte Ausstellung im Herzen Deutschlands. Neben den zahlreichen Zubehör- und Futterständen war auch im Showring den ganzen Tag Interessantes zu sehen. Traurig ist, dass das Ergebnis der Ausrottung bestimmter Hunderassen in Deutschland bereits stark zu sehen war. Staffs und Bullys waren kaum mehr zu sehen. Ein wirklich trauriger „Erfolg“, wenn Kinder von heute ihren Kindern einmal sagen müssen: „Diese Hunde haben wir nie kennen lernen können“.
Den Termin für nächstes Jahr erfahren Sie rechtzeitig in WUFF, wenn Berlin wieder für ein Wochenende lang zur Hundehauptstadt wird.



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Hunderassen: Die Top Ten der Berliner Ausstellung

Die zehn häufigsten auf dieser Veranstaltung ausgestellten Rassen (Zahl in Klammer = Zahl der ausgestellten Hunde pro Rasse, wobei auch die Varietäten in die Gesamtzahl einbezogen sind).

1. Dackel (108)
2. Beagle (85)
3. Schnauzer (81)
4. Rhodesian Ridgeback (78)
5. Leonberger (72)
6. Pudel (69)
7. Deutsche Spitze (57)
8. Englische Cocker Spaniel (52)
9. Golden Retriever (51)
10. Collie (49)

Der Dackel in allen seinen Größen und Fellarten steht unbestritten an der Spitze der am häufigsten ausgestellten Hunde in Berlin. Auffallend die große Zahl an Rhodesian Ridgebacks, was aber dann klar wird, wenn man weiß, dass bei dieser Ausstellung die „Dt. Züchtergemeinschaft Rhodesian Ridgeback“ eine Sonderschau abgehalten hat.


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Die größte Hundeausstellung aller Zeiten (gratis lesen)

Achtung! Der Aussteller, der seinen Dackel vermisst, möchte bitte ins Messerestaurant kommen, um seinen Hund abzuholen“, tönte es Sonntag morgen aus den Lautsprechern in allen Hallen. Der Dackel hatte offensichtlich andere Interessen als sein Herrchen … Spaß beiseite, es war die größte Hundeausstellung aller Zeiten, die der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) veranstaltet hatte: 125.000 Besucher „wälzten“ sich zwischen dem 29. Mai und dem 1. Juni 2003 durch die Westfalenhallen in Dortmund und sahen Tausende Hunde, ausgestellte „Schönheiten“ und schöne „Besucherhunde“. In 68 Bewertungsringen richteten 169 Richter aus 35 Ländern 18.716 Hunde. Weltsieger (Best in Show) wurde ein Australian Sheperd aus Italien (s. Kasten). Die meisten Aussteller kamen aus Deutschland, Holland und Italien. Die Schweiz lag auf dem 11. Platz der Länderauswertung der teilnehmenden Aussteller, und Österreich auf dem 16. Platz (s. Kasten).
Während der vier Ausstellungstage fand auch die Obedience-Weltmeisterschaft 2003 statt, die von der Schwedin Christina Ryning gewonnen wurde. Erstmalig fand auf einer Welthundeausstellung auch ein Mischlingshunde-Wettbewerb statt, bei dem jeder Besucher mit seinem Mischling spontan teilnehmen konnte. Bewertet wurden u.a. der Pflege- und Gesundheitszustand sowie die Sozialverträglichkeit der Hunde. Über die Abhaltung eines Mischlingsbewerbes war man allerdings innerhalb des VDH unterschiedlicher Meinung. Kritische Funktionäre teilten WUFF bei einem Besuch am Stand mit, dass sie der Meinung seien, dass ein Mischlingsbewerb in einer Rassehundeausstellung, die ja eine Zuchtschau sei, nichts zu suchen habe. Aber ein Spaß war es für die Teilnehmer allemal.

Großpudel als Blindenführhund
Die Welthundeausstellung bot auch viele Gelegenheiten, interessante Menschen und Hunde, sowie Mensch-Hund-Teams zu treffen. So begegnete Michael Abelski, WUFF-Lesern als Hundesachverständiger bekannt, in der Nähe des WUFF-Standes einer jungen Frau mit einem Großpudel als Blindenführhund. Ein interessantes Gespann, meinte der Hundeexperte – und kurz danach saß die 24-jährige Katrin Berns aus Kleve (Nordrhein Westfalen) mit ihrem weißen Pudel bei WUFF: „Es ist mein erster Blindenführhund“, erzählte Katrin, „ich habe ihn mir nach meinem Gefühl ausgesucht. Ursprünglich hatte ich mich zwar für einen Labrador interessiert, aber bei der Begegnung mit dem Großpudel spürte ich sofort, dieser Hund passt zu mir.“ Das war Anfang 2002. Nach einer Einarbeitungszeit von 4 Wochen wusste sie, dass sie ihr Gefühl nicht getrogen hatte – und seither ist ein derzeit knapp 4-jähriger weißer Großpudel Katrins vierbeiniger Freund und Helfer.

Hundebesitzer für die Hotellerie Gäste zweiter Klasse?
Viele Besucher klagten über die tatsächlich unverschämt hohen Preise der Gastronomie der Dortmunder Westfalenhallen. Knappe 3 Euro für ein Stück Brot mit 3 dünnen Scheiben Käse und ein halbes Tomatchen sind wirklich nicht ohne. Dabei erhielten die rund 1.200 ehrenamtlichen VDH-Mitarbeiter drei Essensbons zu gerade mal 2,50 Euro – für den ganzen Tag, der schon um 6 Uhr früh (!) begann. Wie man da satt werden soll? Aber auch die Hotellerie Dortmunds zeigte sich nicht von der feinsten Seite, wie beispielsweise das nahe der Ausstellung gelegene Hotel Steigenberger Maxx, das dem sonst guten Namen dieser Hotelkette wahrlich keine Ehre machte. Hundebesitzer als Gäste zweiter Klasse – deutlicher als in diesem Hotel konnte man das nicht zeigen. Statt des feinen á la carte-Essens im sonst exzellenten Hotelrestaurant gab es während der Ausstellungstage nur Buffet, und auch dieses nicht vom Feinsten, „fein“ war lediglich der Preis von 19,50 Euro … Eher deftige Speisen, alles irgendwie Gulasch-artig, und kaum etwas dabei für Menschen, die kein Fleisch mögen. Auf die diesbezügliche kritische Frage von WUFF meinte man im Steigenberger Maxx: „Wir haben uns eben auf den Gästekreis eingestellt. Normalerweise haben wir Businessgäste, die essen natürlich abends lieber etwas Leichteres …“ Wie man das so genau weiß, dass Hundebesitzer lieber „Schweres“ essen? Über die vielen anderen Kleinigkeiten, die in diesem Hotel nicht funktioniert haben, wollen wir lieber den Mantel des Schweigens breiten …

Treffen mit Freunden
Am WUFF-Stand haben viele alte und neue Leser die Gelegenheit genutzt, um mit „WUFF-lern“ zu reden, wohltuendes Lob zu spenden, Kritik zu äußern, Ideen einzubringen. Mancher Keim für einen neuen Artikel ist dort gelegt worden. Auch einige bekannte Autoren und Fotografen schauten auf einen Kaffee vorbei, empfanden den WUFF-Stand als eine Oase der Ruhe.
Trotz all der Enge, die durch den Ansturm der Aussteller und Besucher auf der Welthundeausstellung gegeben war, trotz Hitze, Ausstellungsnervosität, Dauerlärmpegel und allem, was eben dazu gehört, war die offensichtlich gute Vorbereitung und Organisation zu spüren. Lautsprecherdurchsagen, die drohten, beispielsweise die Ausstellungshalle 3 zu schließen, wenn die Aussteller keinen Gang zwischen den Ringen mehr frei ließen, oder die – allerdings erst ab dem dritten Ausstellungstag erfolgten – ständigen Durchsagen, man möge bei dieser Hitze keine Hunde im Auto lassen, sonst würden diese polizeilich aufgebrochen, zeugten von den Bemühungen, entstehende Probleme in den Griff zu bekommen.

Hitzetod auf dem Parkplatz
Und tatsächlich – man musste die Halle 3 nicht schließen … Allerdings kamen in Autos auf den Parkplätzen in praller Sonne bei Temperaturen um 30 Grad mindestens 8 Hunde ums Leben, und zahllose weitere mussten qualvoll leiden. WUFF-Redakteurin Iris Strassmann konnte da von Flensburg aus, mit Telefon und Computer „bewaffnet“, wenigstens die letzten beiden Tage der Ausstellung etwas helfen (siehe Kasten). Der VDH veröffentlichte mehrere Tage nach Ende der Ausstellung, als die Kritik an seinem mangelnden Einsatz auf den Parkplätzen immer unüberhörbarer wurde, auf seiner Homepage folgendes Statement: „Das Personal des VDH, engagierte Mitglieder von VDH-Mitgliedsvereinen und Tierschutzorganisationen sowie die Polizei haben die Parkplätze rund um die Westfalenhallen kontinuierlich überwacht und zahlreiche Autos aufbrechen bzw. abschleppen lassen“. Diese Stellungnahme hat aber die Kritik an den Zuständigen nur umso mehr angeheizt, denn stimmte diese Aussage, wären ja wohl nicht mindestens 8 Hunde zu Tode gekommen und hätten zahlreiche weitere nicht erbärmlich gelitten, was durch die Videoaufnahmen des Tierrettungsdienstes „Arche 90 e.V.“ dokumentiert wurde.

Das Fazit
Tatsächlich eine Hundeausstellung der Superlative, kynologische Glanzlichter und tolles Rahmenprogramm, noch nie waren so viele Hunde ausgestellt, noch nie so viele Besucher dabei, aber leider auch noch nie so viele tote Hunde … Rechtzeitige Kooperation hätte schon im Vorfeld einiges gegen die Verantwortungslosigkeit von vielen Hundebesitzern erreichen können. Aber alle Beteiligten haben zuletzt zusammen gearbeitet und daraus gelernt. Und Austellung hin oder her – dass das Problem und die Verantwortung für Hundehaltung immer am oberen Ende der Leine liegt, das wurde auch seitens des Veranstalters in öffentlichen Aussagen stets betont. Als Vorgeschmack auf die World Dog Show 2004 in Rio de Janeiro ging die Veranstaltung mit brasilianischen Rhythmen zu Ende.



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World Dog Show 2003

Veranstalter: Verband für das Deutsche Hundewesen e.V. (VHD)
70.000 m2 Ausstellungsgelände
18.716 Rassehunde ausgestellt
weitere 1.800 Hunde in div. Bewerben
ca. 1.000 Hunde im Mischlingswettbewerb
18 hauptamtliche Mitarbeiter der VDH-Geschäftsstelle + 100 befristet eingestellte + ca. 1.200 ehrenamtliche Mitarbeiter
220 Industriefirmen und 100 Infostände



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Drama auf der Welthundeausstellung 2003:
Hunde starben qualvollen Hitzetod in Autos


1996 schrieb WUFF-Herausgeber Hans Mosser über die damals in Wien stattgefundene Welthundeausstellung im Vorspann (WUFF 7+8/1996): „Welthundeschau! Kynologische Glanzlichter und tolles Rahmenprogramm. Aber auch Hundeschmuggel aus Ungarn und Polen und Tod eines Hundes im Auto bei extremen Außentemperaturen.“ Warum nur lernt man nichts daraus? Ist ein einziger Hund, der in einem in der prallen Sonne parkenden Auto qualvoll verendet, schon zu viel, so waren es in Dortmund während der vier Tage der Welthundeausstellung laut inoffiziellen Polizeiinformationen mindestens 8 Hundeleben, die durch die Schuld Ihrer dummen Besitzer ausgelöscht wurden. Und zahllose weitere Hunde litten erbärmliche Qualen in den überhitzten Fahrzeugen auf den weiten schattenlosen Parkplätzen. Trotz guter Vorbereitung von allen Seiten fehlte wohl die Kommunikation und Kooperation von Veranstalter, Hallenbetreiber, Vertretern von Polizei und Veterinärbehörden und Tierschutzorganisationen. Der offizielle Polizeibericht spricht von 54 Einsätzen an den vier Tagen, da Hunden in geschlossenen Autos der Hitzetod drohte, 11 Fahrzeuge mussten polizeilich geöffnet werden, da die Besitzer trotz laufender Hallendurchsagen nicht erschienen. 3 Strafanzeigen wurden gestellt. Dieser Bericht erfasst natürlich nicht alles andere drum herum oder was mit den Tieren nach ihrer Bergung geschah. So kämpfte bei Redaktionsschluss noch ein Bordeaux-Doggenrüde um sein Leben, und Tierschützer haben weitere Strafanzeigen gestellt.
Der Tierrettungsdienst der Stadt Dortmund, „Arche 90 e.V.“, und viele freiwillige Helfer versorgten die erschöpften geborgenen Tiere vor Ort und brachten kollabierte Hunde in tierärztliche Behandlung, wo sich teilweise dramatische Szenen abspielten. So wollte ein Hundehalter seine 2 Kaukasenwelpen, die infundiert werden mussten, unbedingt mitnehmen. Da die geschwächten und dehydrierten Winzlinge einen Transport nicht überstanden hätten, beschlagnahmte die Polizei die Kleinen und brachte sie in eine geheime Pflegestelle. Da in Nothilfe zahlreiche Anhänger und Fahrzeuge von verzweifelten Tierfreunden aufgebrochen und Tiere gerettet wurden, ist eine genaue Zahl der Opfer nicht zu ermitteln (Weitere Informationen auf der Website www.arche90.de).

Hoffnung für die Zukunft
Die Tierrettung „Arche 90 e.V.“ und der Veranstalter VDH hatten sich nach einer vorangegangenen Vermittlung durch Iris Strassmann, Leiterin der WUFF-Deutschlandredaktion, am letzten Ausstellungstag im Veranstaltungsbüro getroffen, wonach innerhalb der Hallen für in Hitze-Not geratene Hunde endlich ein kühler Platz mit ausreichend Wasser eingerichtet und noch mehr Hilfe organisiert wurde. Mit Telefon und Computer bewaffnet half die WUFF-Redakteurin von Flensburg aus mit, das Problem zu lösen. Es bleibt zu hoffen, dass für die Zukunft dieser Weg der Kooperation verstärkt gegangen wird, um allen Eventualitäten trotzen zu können. Dass sich Tierfreunde freiwillig gerne zur Verfügung stellen werden, haben schon die diesjährigen Rettungsaktionen gezeigt. Der größte Wermutstropfen aber bleibt: Die Unvernunft der Hundehalter, die diese Dramen zu verantworten haben, die das strahlende Welt-Hundefest überschatteten!

Stellungnahme des Veranstalters
Der VDH war wie erwähnt erst am 4. Ausstellungstag – nach heftiger Intervention von WUFF – bereit für eine Zusammenarbeit mit dem Tierrettungsdienst „Arche 90 e.V.“ und der zuständigen Polizeistation Dortmund-West. Polizei und Tierretter erhielten erst von WUFF-Redakteurin Iris Strassmann, die am Samstag von der katastrophalen Situation erfahren und dann sofort Kontakt mit der Polizeistation Dortmund-West aufgenommen hatte, den Rat, sich mit dem VDH-Sekretariat direkt in Verbindung zu setzen. Strassmann konnte beiden auch gleich die richtige Telefonnummer geben. Erst ab diesem Moment begann die Zusammenarbeit von Tierrettung „Arche 90 e.V.“, Polizei und VDH. Nach Ende der Ausstellung distanzierte sich der VDH in einer auf seiner Homepage veröffentlichten Stellungnahme nachdrücklich vom tierschutzwidrigen Verhalten der Hundehalter und kündigte weitere Maßnahmen an: Die betreffenden Hundehalter, sofern sie ermittelt werden können, erhalten Hausverbot für alle Dortmunder Ausstellungen und – wenn es sich um Aussteller handelt – ein Ausstellungsverbot für alle VDH-Veranstaltungen.



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Länderauswertung

Die Aussteller kamen aus folgenden Ländern (in Klammern die Meldezahlen – angegeben werden nur die Länder mit über 100 Meldungen):

1. Deutschland (7660)
2. Holland (2048)
3. Italien (1103)
4. Frankreich (873)
5. Dänemark (779)
6. Belgien (772)
7. Schweden (731)
8. Finnland (692)
9. Tschechische Republik (664)
10. Russland (462)
11. Schweiz (445)
12. Polen (392)
13. Ungarn (388)
14. Spanien (280)
15. Norwegen (266)
16. Österreich (210)
17. Großbritannien (143)



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Die TOP 20 der WHA

Die ausgestellten Hunderassen mit den höchsten Meldezahlen (in Klammern):

1. Golden Retriever (383)
2. Labrador (326)
3. Berner Sennenhund (296)
4. Neufundländer (272)
5. Rhodesian Ridgeback (254)
6. Cocker Spaniel (251)
7. Dalmatiner (211)
8. Deutsche Dogge (schwarz+gefleckt) (207)
9. Barsoi (193)
10. Irish Wolfhound (192)
11. Siberian Husky (187)
12. Whippet (186)
13. English Bulldog (186)
14. Deutscher Schäferhund (185)
15. Westhighland White Terrier (182)
16. Beagle (181)
17. Bordeaux Dogge (176)
18. Normalteckel Rauhaar (171)
19. Tibet Terrier (170)
20. Collie Langhaar (169)



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Obedience-Weltmeisterschaft 2003
Ein Bericht von Birgit Janßen

Vier Tage Obedience WM waren vier Tage voller Spannung und Darbietungen auf höchstem Niveau. Gerichtet wurden 97 Teams in jeweils 10 verschiedenen Disziplinen von Marita Berg (S), Giorgio Clemente Grosso (I) und Joop de Reuss (NL).
Weltmeisterin wurde Christina Rynning aus Schweden mit ihrer 6-j. Border Collie Hündin Nezzy. Mit einer vorzüglichen Benotung von 303,00 (von 320 max.) Punkten löste sie den amtierenden Weltmeister und Teamkollegen John Eklöf (Schweden) ab. Er erreichte Platz 2 mit der Traumbenotung von 302,83 Punkten mit seinem 8-j. Border Collie Rüden Lizzroy´s Loy. Aller guten Dinge sind drei, und so wurde auch der dritte Platz nach Schweden vergeben an Sofie Akerberg mit Border Collie Young Pauls Mitzi mit 302,66 Punkten. Herausragende Leistungen zeigten aber auch die Teams aus den anderen insgesamt 15 Nationen. Bester Österreicher wurde mit Platz 26 Wilhelm Arnreiter mit Border Collie Ben of Magic, und die beste deutsche Teilnehmerin, Chantal Studt, errang mit ihrem Border Collie Duke den 28 Platz. 2/3 der teilnehmende Hunde waren Border Collies, und der Rest andere Rassen wie z.B. Golden Retriever, Bobtail, Schäferhund, American Staffordshire Terrier.


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Das WUFF/Petmedia Forum-Treffen (gratis lesen)

Mit über 14.000 Beiträgen ist das WUFF/Petmedia-Diskussionsforum das größte seiner Art in Österreich. Im Laufe der Zeit ist eine richtige Forum-Gemeinschaft entstanden. Da werden Probleme gewälzt, Tipps gegeben, da wird Mitleid entgegengebracht, oder man unterhält sich einfach. Die Userin „Sabintheres“ hatte vor rund einem Monat die Idee, ein Forum-Treffen zu veranstalten, damit sich die Teilnehmer auch einmal persönlich kennenlernen. Es fehlte nur noch ein passendes Gelände, wo die Hunde frei laufen konnten. Georg – der ebenfalls im Forum registriert ist – lud die Partie auf seinen Hundeplatz ein, das „Problemhunde Therapiezentrum“ (www.top-dog.at), wo die Hunde sogar baden konnten.

Fragen über Fragen
Die Idee fand großen Anklang, und so wurde mit der Organisation begonnen. Mittlerweile wurde im Forum auf 26 Seiten das Thema behandelt. Wer bringt was mit, wer kommt, wer nicht, welche Hunde kommen, werden sie sich verstehen? Fragen über Fragen. Termin 2. August – die Spannung stieg … Sogar aus der Steiermark kamen „Chasseuse“ alias Silke mit Mann und Hund.

25 Hunde auf einem Fleck
Bei 32 Grad und Sonnenschein trafen um 13 Uhr die ersten Teilnehmer ein. Georgs Team hatte schon die Tische gedeckt und die Kaffeejause vorbereitet. Erstaunlich leise ging es zu, als rund 25 Hunde frei herumliefen. Obwohl Dimmy sich permanent mit größeren Rüden anlegte, ging es doch ohne Raufereien ab. Von der Dogge bis zum Dackel waren alle Hunde verträglich – wenn auch eine gewisse Grundspannung unter den Hundebesitzern herrschte. Jedenfalls ein Beobachtungsgenuss für jeden Hundeinteressierten!

Hunderennen
Georgs Team überraschte uns mit einem Hunderennen. Professionell ausgestattet mit elektronischer Zeitmessanlage gingen 16 Hunde an den Start. Bald stellte sich heraus, dass auch die mittelgroßen Hunde gegen die Windhunde eine Chance hatten. So wurden die ersten 3 Plätze von einem Pitbull und zwei Mischlingen belegt. Wuff-Redaktionshund Toni erreichte den 4. Platz vor dem Galgo Español Cesar. Der Grund: Bis Windhunde in Schwung kommen, ist die 50-Meter Strecke schon wieder vorbei. Da haben Sprinter eben einen Vorteil.
Nach einem gelungenen Tag mit Grillabend traten alle wieder den Heimweg an, und man beschloss, so ein Treffen unbedingt zu wiederholen. Viele hatten sich die realen Personen, die hinter den Nicknames stecken, ganz anders vorgestellt. Seit diesem Treffen sind nun viele nicht mehr anonym.


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Australian Cattle Dogs in Germany (gratis lesen)

In der heißesten Phase dieses Sommers (am 2.8.2003) traf sich der Australian Cattle Dog (ACD)-Club Deutschland zum einzigen Jahrestreffen für diese Rasse. Und es waren nicht nur Deutsche, die sich da versammelten. Auch Hundeführer aus Österreich, Dänemark und Tschechien waren gekommen.

Hunde-Olympiade
Die Veranstaltung begann gleich mal sportlich mit einem Agility-Wettbewerb. Und wer seinen Hund für eine Ausstellung vorbereiten wollte, konnte dies in einem „Ringtraining“ lernen. Ein Höhepunkt des Tages war die Hunde-Fun-Olympiade. Eierlauf mit Hund an der Leine und Würstchen unter den Hindernissen, Sackhüpfen mit Hund an der Leine, Hundeverkleidung und ein Hindernis-Parcours. Der Sieg ging nach Österreich zu Nadja Dippold aus Wien mit ihrem ACD-Rüden „Ben“. Wie Nadja mir erzählte, bildet sie ihren Rüden auch als Hütehund an Schafen aus.
Was natürlich nicht fehlen durfte, waren Unterordnungsübungen. Und schließlich wurden sogar Teile aus dem Schutzdienst-Sport gezeigt. Weil es – wie  fast den ganzen Sommer – sehr heiß war, tummelten sich Hunde wie Hundebesitzer meistens im Schatten.

Ab in die pralle Sonne?
Am nächsten Tag, an dem die ACD-Spezialzuchtschau geplant war, fuhr ich recht früh von meinem Hotel los. Der Grund: Ich hatte diesmal meinen Rüden Snoopy dabei und wollte daher unbedingt meinen Schattenparkplatz vom Vortag ergattern. Am Parkplatz des PSSV (Polizei- und Schutzhunde Sport Vereines) Kahl angekommen, wurde mir aber die Einfahrt auf die noch freien Schattenparkplätze durch den 1. Vorsitzenden des Vereins verwehrt. Das Argument: Nur Vereinsmitglieder haben Zugang. Ich solle auf der anliegenden Wiese in der prallen Sonne parken.

Funktionär erteilt Platzverbot
Ich wies den PSSV-Funktionär darauf hin, dass auf der Hundeausstellung in Dortmund mindestens 8 Hunde in den Autos an Hitzschlag gestorben sind, und dass ich aus Gründen der Berichterstattung meinen Hund ab und zu kurz im Auto lassen müsse (im Schatten und mit allen Fenstern und Heckklappe geöffnet). Daher würde ich natürlich nicht auf einem schattenlosen Platz parken können.
Was dann passierte, war schlichtweg unglaublich. Der Vereinsfunktionär erteilte mir prompt „Platzverbot“. Ob sich dieser „Hundefreund“ bei seiner Entscheidung gut gefühlt hat? Bei schon 36 Grad Hitze im Schatten (!) soll ein Auto mit Hund in praller Sonne parken? Mit Sachverstand und Liebe zum Hund scheint es da meines Erachtens nicht weit her zu sein. Daher kann ich Ihnen keinen Bericht über die rund 50 ACD, die an diesem Tag gerichtet wurden, vorlegen. Diesem Funktionär sei Dank …


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Bundessieger 2003 (gratis lesen)

Die jährliche Bundessiegerschau Österreichs fand bisher traditionell immer um das erste Oktoberwochenende statt. Aus Termingründen musste man dieses Jahr in den November ausweichen – und die Entscheidung war goldrichtig. Die hohen Meldezahlen und das große Publikumsinteresse gaben dem Veranstalter, dem Österreichischen Kynologenverband (ÖKV), Recht.



„Treffen wir uns beim WUFF-Stand“

Das hörte man immer wieder am Handy telefonierende Besucher sagen. Viele Leser nutzten die Gelegenheit, über ihre Anliegen zu sprechen, interessante Kontakte wurden geknüpft, und Ideen für einige neue Artikel sind entstanden. Über die vielen Sieger in den Ausstellungsringen, die Freuden und die Enttäuschungen der Aussteller lesen Sie in den diversen Klubnachrichten und Spezialmedien. Wir wollen Ihnen auf dieser Seite ein paar Impressionen von der Ausstellung vermitteln. Und Ihnen vielleicht Appetit darauf machen, im kommenden Jahr (allerdings schon am 25./26. September 2004) nach Tulln zu kommen …



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