Wie viel Freiheit braucht der Hund?

Marius Müller Westernhagen hat, als die Berliner Mauer fiel, von „Freiheit" gesungen, Vince Ebert hat ein Comedyprogramm darüber geschrieben und jeder von uns hat – zumindest ab und zu – das Gefühl frei zu sein oder Freiheit spüren zu wollen.
Wie aber sieht das bei unseren Hunden aus?
Wie viel Freiheit braucht ein Hund und wie viel Freiheit
darf ich ihm als Halter zugestehen?

Den Einstieg in dieses spannende Thema machen Hunde aus dem Tierheim, die man landläufig ja als „eingesperrt" bzw. „ihrer Freiheit beraubt" ansieht. Eigentlich müssten doch gerade sie ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Freiheit haben. Doch wie kann man Freiheit eigentlich definieren? Will ein Hund „Freiheit", wenn er versucht aus seinem Zwinger auszubrechen – oder will er „nur" aus seiner aktuellen Situation heraus?

Man sieht oft aber auch Hunde, die träumen (auch im Zwinger); ­vielleicht träumen sie gerade von einer Kaninchen­jagd über freie Felder oder von einem Trab durch den Wald ohne Leine. Träumen wäre so gesehen praktisch eine Art von Leben geistiger Freiheit.

Streunerhund im Tierheim

Betrachten wir also...

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Autor dieses Artikels:

Jörg Tschentscher

ist ausgebildeter Tierpsychologe (IK), Verhaltensbeurteiler und Fachautor mit Sitz in Düsseldorf. Die fachliche Orientierung hat den Schwerpunkt auf der Psychologie & Neurologie des Hundes mit dem Hauptaugenmerk auf kommunikative Signale.

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